Grüne kritisieren Widmungsvorgänge beim Millenium Tower

Wien (OTS) - Als "Günstlingswidmung" mit Hilfe des Paragrafen 69 der Wiener Bauordnung bezeichnete der Klubobmann der Wiener Grünen Mag. Christoph Chorherr am Dienstag im Rahmen eines Mediengespräches die Vorgehensweise der Stadt Wien beim Millenium Tower in der Brigittenau. Nicht nur die Bauhöhe, die mit 202 Metern um mehr als 60 Meter überschritten worden sei, war Gegenstand Grüner Kritik, sondern auch die Tatsache, dass die Verkaufsfläche mit aktuell rund 29.000 Quadratmetern deutlich jenseits der beschlossenen 10.000 Quadratmeter-Auflage zu liegen komme. Weiters kritisierte Chorherr, dass ein Verbindungsgang zwischen den zwei wesentlichen Bauteilen des Millenium Towers bis heute weder bewilligt, noch gewidmet sei. Im Unterschied zu der jüngst beendeten Untersuchungskommission bezüglich der Flächenwidmungen bezeichnete Chorherr die Vorgehensweise der Stadt Wien beim Millenium Tower als skandalös, da derzeit eine nachträgliche Widmung der widerrechtlich gebauten Überschreitungen vorbereitet werde. Es gehe nicht an, dass sich große Bauunternehmer über gesetzlich beschlossene Widmungen hinwegsetzen können, ohne dass diese zur Rechenschaft gezogen würden. Die jetzt eingeleitete Nach-Widmung, für deren Zustandekommen er auch Wiens Magistratsdirektor Dr. Ernst Theimer mitverantwortlich macht, sei ein bedenkliches Zeichen für die Zukunft, so Chorherr weiter. Gemäß der Wiener Grünen müsse der Bauunternehmer einerseits zu "saftigen Geldstrafen" verurteilt werden, zum anderen müsse über gewisse Rückwidmungen verhandelt werden.

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