ÖGB strikt gegen weitere Hürden für Studierende

Knock-Out-Prüfungen wären versteckte Einführung des Numerus Clausus

Wien (ÖGB). "Der Österreichische Gewerkschaftsbund lehnt die Einführung von Knock-Out-Prüfungen an Universitäten entschieden ab", lässt Alexander Prischl, Leiter des Referates für Berufsbildung, keinen Zweifel über die Haltung des ÖGB zu den Plänen von WU-Rektor Badelt. "Dies würde nichts anderes als eine versteckte Einführung des Numerus Clausus bedeuten. Und das kann nicht im Sinne einer modernen Bildungspolitik sein", ist Prischl sicher.

"Wenn die Drop-Out-Rate an der Wirtschaftsuniversität wirklich knapp 50 Prozent beträgt, gilt es hier an einem völlig anderen Punkt anzusetzen - nämlich bei der Studienberatung. Diese gilt es massiv auszubauen, um den jungen Menschen die Entscheidung für die richtige Studienrichtung von vornherein zu erleichtern", so der Bildungsexperte. "Die Einführung von Knock-Out-Prüfungen hingegen bietet jungen Menschen keine Hilfe. Vielmehr wird ihnen nach der Einführung der Studiengebühren eine weitere Hürde in den Weg gelegt. Und das lehnen wir entschieden ab."

ÖGB, 14. Jänner 2003 Nr. 017

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