Kärntner Bauwirtschaft war 2002 in der Gewinnzone

Markante Steigerung bei öffentlichen Bauaufträgen - Kärntenbilanz bei Produktionswerten deutlich über Österreichschnitt

Klagenfurt (LPD) - Im Zeitraum Jänner bis September 2002 seien im Bauwesen Kärntens nach vorläufigen Ergebnissen insgesamt 525,5 Mio. Euro erwirtschaftet worden, wie heute die Landesstelle für Statistik bekanntgab. Demnach errechne sich gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2001 eine Zunahme um 7,4 Prozent (Österreich: + 2,7 Prozent). Besonders die starken Zuwächse in den Monaten Juni bis September hätten Verluste der ersten fünf Monate des Jahres 2002 mehr als ausgeglichen und die Kärntner Bauwirtschaft in die "Gewinnzone" geführt, so die Statistiker.

Eine markante Steigerung sei vor allem bei den öffentlichen Bauaufträgen, die mit 201 Mio. Euro rund 38 Prozent des gesamten Produktionswertes ausmachten, zu verzeichnen gewesen. Das Plus von 16,3 Prozent betrage hier mehr als das dreifache des Österreichwertes (+ 5,1 Prozent). Steigerungen habe es auch beim Hochbau gegeben, der 331,8 Mio. Euro eingebracht habe und damit um 1,1 Prozent über dem Ergebnis von 2001 gelegen sei (Österreich: + 1,9 Prozent) sowie beim Tiefbau, der mit einem Bauvolumen von 183,4 Mio. Euro das Niveau von 2001 sogar um 23,5 Prozent überschritten habe (Österreich: + 4,3 Prozent).

Mit einem Plus von 16,1 Prozent sei auch die Steigerung der Produktionswerte im September des Vorjahres deutlich über dem Österreichwert von + 2,8 Prozent gelegen. Die wertmäßige Bauleistung im September bezifferten die Statistiker mit 80 Mio. Euro. 29 Mio. Euro oder 36,3 Prozent des Produktionswertes seien dabei aus öffentlichen Aufträgen erwirtschaftet worden, was ein Plus von 10,5 Prozent bedeute.

Nach der Analyse nach Bausparten haben sich im September 2002 laut der Landesstelle für Statistik Steigerungen im Hochbau (+ 20,4 Prozent) sowie im Tiefbau (+ 13,2 Prozent) ergeben. Der größte Zuwachs sei mit einem Plus von 34,7 Prozent im Teilsektor der öffentlichen Tiefbauaufträge erzielt worden. Im Tiefbau seien weiters insbesondere in den Sparten "Eisenbahnoberbau" (+ 122,4 Prozent), "Brücken- und Hochstraßenbau" (+ 38,9 Prozent), "Spezialbau und sonstiger Tiefbau" (+ 33,2 Prozent), "Tunnelbau" (+ 20,8 Prozent) und "Straßenbau" (+ 7,8 Prozent) markante Zunahmen verzeichnet worden.

Der Bundesländervergleich für die ersten neun Monaten des Jahres 2002 zeige, dass die Bauwirtschaft, zumindest von der Warte der Produktionswerte aus betrachtet, eine relativ günstige Bilanz aufweisen konnte. Rückgänge hätten nämlich nur in Vorarlberg (- 5,0 Prozent), in Salzburg (- 4,0 Prozent) und in Wien (- 0,8 Prozent) vorgelegen, in den sechs anderen Bundesländern sei jeweils ein Mehr an Bauleistungen getätigt worden als im vergleichbaren Zeitraum des Jahres 2001. Die größten Zuwachsraten hätten dabei das Burgenland (+ 24,0 Prozent), Tirol (+ 12,9 Prozent) und Kärnten (+ 7,4 Prozent) vorzuweisen. Für den Bundesdurchschnitt errechne sich daraus eine Steigerung von 2,7 Prozent.

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