Landesrätin Dr. Stöger lehnt Selbstbehalt bei Arztbesuchen vehement ab

Ungerechte Zugangsbarrieren erhöhen Krankheitsrisiko=

Der Forderung des Gesundheitssprechers der ÖVP, NR-Abg. Dr. Erwin Rasinger, einen 20-prozentigen Selbstbehalt bei Arztbesuchen einzuführen, kann Gesundheitslandes-rätin Dr. Stöger nichts abgewinnen. Dies bedeute einen neuerlichen Anschlag auf unser bewährtes Gesundheitssystem. Die SPÖ gestalte Politik zum Wohle der Menschen. "Das zeigt sich insbesondere auch darin, dass wir eine uneingeschränkte Gesundheitsversorgung für alle Bevölkerungsschichten garantieren", betont die Landesrätin.

Die Kenntnis der Grundrechnungsarten müsste ausreichen, um nachvollziehen zu können, dass mit der Einführung eines Selbstbehaltes bei Arztbesuchen aus volkswirtschaftlicher Sicht mehr Kosten als Nutzen entstehen. Darüber hinaus sei es in höchstem Maße ungerecht, wenn zusätzliches Geld für die Krankenversicherungen nicht von Gesunden und Kranken sowie Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sondern ausschließlich von Kranken eingehoben werde. Durch die generelle Einhebung von 20 Prozent Selbstbehalt werden notwendige medizinische Behandlungen unterdrückt oder verzögert. Der Selbstbehalt bildet eine Zugangsbarriere, die in vielen Fällen das Krankheitsrisiko der Patienten erhöht. Damit werden einmal mehr sozial schwächere Patienten, Familien und chronisch Kranke immens belastet, meint Landesrätin Dr. Stöger.

Wenn man bedenkt, dass allein die Rücklaufquote bei Nachuntersuchungen nach Einführung der Ambulanzgebühr von 70 bis 80 % auf nur mehr 23,6 % zurückgegangen ist, sollte das eigentlich ein Warnsignal sein. "Es ist nicht nachzuvollziehen, warum unser soziales Krankenversicherungssystem nach und nach untergraben wird und längerfristig gesehen auf eine 2-Klassen-Medizin hinausläuft. Dies würde eindeutig zu mehr Ungerechtigkeiten führen. Wer das fordert, der wird in uns keinen Partner finden", stellt Dr. Stöger abschließend fest.

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