Österreichs Kroatien-Exporte boomen

Exportentwicklung 2002 (1-9) mit +15,4 % fast doppelt so hoch wie in die anderen Staaten Mittel- und Osteuropas

Wien (PWK016) - Österreichische Unternehmen können an der dynamischen Wirtschaftsentwicklung Kroatiens bestens partizipieren und ihre Produkte auf diesem aufstrebenden Nachbarmarkt sehr erfolgreich verkaufen. Österreichs Handelsdelegierter in Zagreb, Peter Hasslacher, verweist auf kroatische BIP-Wachstumsraten von 4 % für 2002 und 2003 und eine österreichische Exportwachstumsrate von 15,4 % in den ersten drei Quartalen 2002. "Im Gesamtjahr 2002 sollten Österreichs Exporte nach Kroatien erstmals die 1 Mrd Euro-Grenze überschreiten", rechnet Hasslacher. "Besonders in einzelnen Sektoren wie der Baubranche, dem Groß- und Einzelhandel sowie dem Tourismus herrscht in Kroatien eine mitunter boomartige Entwicklung - und österreichische Firmen nehmen dabei in fast allen Teilmärkten eine führende Position ein."

Mit Investitionen von 2,3 Mrd US-Dollar und einem Anteil von rund 30 % an den Gesamtinvestitionen in Kroatien habe sich Österreichs Wirtschaft seit 1993 als größter ausländischer Investor in diesem positiven wirtschaftlichen Umfeld erstklassig positioniert, weiß Hasslacher. Auch die österreichischen Importe aus Kroatien nahmen um 17 % von Jänner bis September 2002 kräftig zu und dürften bis zum Jahresende 2002 rund eine halbe Milliarde Euro erreichen.

"Die österreichische Präsenz erstreckt sich in Kroatien vorbildlich beinahe auf die komplette Branchenpalette" betont auch der Leiter der Außenwirtschaft Österreich, Walter Koren. "Diese reicht von Bau und Umweltschutz über Telekommunikation bis hin zu Finanzdienstleistungen und ist sicherlich mit ein Grund, warum wir hier ein kontinuierlich hohes Exportwachstum verzeichnen können. Mit 15-20 % Exportsteigerungen liegt Kroatien als Absatzmarkt österreichischer Waren rund doppelt so hoch wie bei unseren Lieferungen in die gesamten mittel- und osteuropäischen Länder (+8,5 % im ersten dreiviertel Jahr 2002)." Durch die ausgesprochen hohe Dichte an österreichischen Unternehmen trage Kroatien viele Züge eines "erweiterten Heimatmarktes", was auch den Neueinstieg österreichischer Betriebe im Sinne des AWO-Schwerpunktprogrammes "Neue Nachbarschaft" erleichtere.

2002 konnten mit Unterstützung der Außenhandelsstelle Zagreb erfreuliche Neuinvestitionen verzeichnet werden. Handelsdelegierter Hasslacher weist insbesondere auf Investitionen von A.S.A., Generali Versicherungen und Salomon Automation hin. "2003 sollte sich der Aufwärtstrend der österreichischen Investitionen fortsetzen, wobei besondere Akzente im Tourismus und im Immobiliendevelopment zu erwarten sind", berichtet Hasslacher. Mit der österreichischen ARCOTEL Gruppe wird 2003 auch das erste österreichische Hotelinvestment in Zagreb operativ. Weitere österreichische Hotel-und Bürobauprojekte in Zagreb sind in Planung.

Um vor allem neue österreichische Exporteure und Investoren zu einem erfolgreichen Weg nach Kroatien zu ermutigen und unterstützen, bietet die Außenhandelsstelle 2003 folgende Schwerpunktaktionen: Im ersten Halbjahr erfolgt eine Fokussierung auf die Themen "Holz- und Forstwirtschaft" sowie "Bau und Bauzulieferungen". Im April ist unter anderem eine Beteiligung an der internationalen Baufachmesse in Zagreb geplant. "Umwelt, Wasser und Abfallwirtschaft" zählen zu den entscheidenden Zukunftsfragen der kroatischen Wirtschaft, deshalb wird im zweiten Halbjahr auch eine Wirtschaftsmission sowie ein technisch-wissenschaftliches Symposium während der Umweltfachmesse EMAT stattfinden. "Auch der regelmäßig in Zagreb stattfindende ‚Österreichische Wirtschaftstisch - ÖWT‘ dient als breite Plattform für Erfahrungsaustausch und Networking österreichischer Firmen", macht der Handelsdelegierte aufmerksam "und es erleichtert insbesondere Neueinsteigern das Herstellen wichtiger lokaler Kontakte". (Ne)

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