Morak: Digitalisierung sichert Medienstandort Österreich - Mehrwert für den Konsumenten

Eröffnung der 3. Vollversammlung der Digitalen Plattform Austria

Wien (OTS) - "Die Erarbeitung einer Digitalisierungsstrategie im Rahmen der "Digitalen Plattform Austria" hat neben der besonderen Berücksichtigung der internationalen Entwicklungen vor allem auf die spezifische österreichische Situation bestmöglich zu reagieren. Ziel sind die Sicherung und der Ausbau der österreichischen Medienlandschaft im elektronischen Bereich", betonte Medienstaatssekretär Franz Morak, heute, Dienstag bei der Eröffnung der Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Digitalen Plattform Austria.

Die eigentliche Herausforderung bestehe darin, "eine Strategie zu erarbeiten, die sich an den spezifischen Erfordernissen des österreichischen Marktes orientiert. Denn wir wissen um das große Potential, das in der Digitalisierung der Rundfunkübertragung steckt. Es wäre geradezu fahrlässig, dieses nicht optimal im Interesse einer eigenständigen österreichischen Medienlandschaft zu nutzen", so Morak.

"Um eine eigenständige, unabhängige und diskriminierungsfreie, also für alle Betreiber gleich zugängliche Verbreitung mit nationalen Programmen sicherzustellen, brauchen wir ein digitales terrestrisches Sendernetz. Damit werden kulturelle Identität und der Medienstandort Österreich mit hochqualifizierten Arbeitsplätzen bestmöglich gesichert bzw. ausgebaut", unterstrich der Staatssekretär in seiner Rede. Denn - ohne die Bedeutung der anderen Verbreitungstechnologien zu schmälern - biete die Terrestrik die Garantie für eine eigenständige, unabhängige und diskriminierungsfreie Rundfunkinfrastruktur.

Die Digitalisierung müsse aber vor allem für die Konsumenten einen Mehrwert bringen, betonte Morak. Darunter seien neben technischen Besonderheiten wie Portabilität, Mobilität, bessere Bildqualität etc. vor allem neue Content-Anwendungen zu verstehen, also beispielsweise elektronische Programmführer, interaktive Anwendungen, Datendienste, e-government, e-learning. Beim digitalen Probeversuch im Großraum Graz, der für Herbst 2003 angepeilt ist, werde sich erstmals zeigen lassen, inwieweit die Konsumenten die neuen Nutzungsmöglichkeiten annehmen.

Der kostenintensive Aufbau eines digitalen terrestrischen Sendernetzes könne nur begrenzt vom Markt getragen werden, öffentliche Mittel seien also unumgänglich, so Morak, der ankündigte, das Projekt des Digitalisierungsfonds weiterzuverfolgen, sodass der Regulierungsbehörde für Zwecke der Förderung des digitalen terrestrischen Rundfunks notwendiges Kapital zur Verfügung steht. "Ich halte es für zweckmäßig, etwa 20% - 25% der "Radio- und Fernsehgebühr", also jenes Teils, der nicht dem ORF sondern dem Bund zufließt, für Zwecke des digitalen terrestrischen Rundfunks auf mehrere Jahre hin zu binden", so der Staatssekretär.

"Um die flächendeckende Einführung des terrestrischen Digitalfernsehens bis zum Jahre 2012 zu realisieren, bedarf es einer nationalen Kraftanstrengung, um diese für Österreich substanzielle medienpolitische Zielsetzung im Interesse aller Beteiligten bestmöglich umzusetzen", sagte Morak abschließend.

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