"Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: Haider-Kultur, Würstelstand (von Manfred Posch)

Ausgabe vom 14.01.2003

Klagenfurt (OTS) - In Kärnten lahmt die Kultur, und mit ihr die Kunst. SP und VP sprechen dem für die Landeskultur Zuständigen, also Jörg Haider, denn auch das Misstrauen aus. Der solcherart Behelligte entzieht sich den Vorwürfen auf spezielle Art, nämlich durch -Abwesenheit.

Peter Ambrozy, Vorsitzender der hiesigen Sozialdemokraten, nennt die Dinge beim Namen, wirft Haider "Stillstand und Willkür" vor. Die Beispielskette ist von respektabler Länge. Allgemeine Konzeptlosigkeit, Förderungsverweigerung nach vorangegangener Zusage, chaotische Vorgänge rund um die Landesgalerie, abenteuerliche Querelen im Zusammenhang mit der Kulturzeitschrift "Die Brücke", das Seebühnen-Desaster und "Dauerbrenner" Kulturabteilung sind nur ein paar Beispiele unter sehr vielen.

Stichwort "Landes-Kulturabteilung": Wie unüberleg-brachial blaue Kulturpolitik um sich greift, beweist der Umstand, dass seit 1999 sechs (!) Chefs in diesem Amt zugange waren, Kulturabteilungschefs, deren Abgang und Einsetzung vom Charme kabarettistisch verbrämten Fließbandhorrors begleitet waren. Mit derart rasantem Chef-Verbrauch könne nicht einmal ein Würstelstand über die Runde gelangen, merkte die neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" schon vor geraumer Zeit an - und erhielt Recht von maßgeblichen Vertretern aus allen Sparten der Kunst und Kultur.

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