Taucharbeiten an der Ziegelgrabenbrücke

Berlin (OTS) - Anmoderation (Vorschlag)

Was kann ein Taucher für die Deutsche Bahn tun? Zum Beispiel in den Tiefen des Meeres nach verlorenen gegangenen Einzelstücken suchen. So geschehen am Samstag in der Ostsee bei Stralsund. Dort suchten Taucher nach einem Brückenteil, das sich am Donnerstag aus seiner Verankerung gelöst hatte. Die 1936 erbaute Brücke zwischen Stralsund und Rügen musste am gleichen Tag nur für wenige Stunden gesperrt werden.

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Samstag morgen in Stralsund. Es ist gerade neun Uhr, als die bisher einmalige Suchaktion in der Ostsee beginnt. Taucher steigen ins eiskalte Wasser, suchen nach dem fehlenden Verbindungsstück der Ziegelgrabenbrücke. Organisator der Aktion ist ein Bahner. Klaus Henke, Bezirksleiter Fahrbahn/Netzbezirk Stralsund.

O-Ton (ors08881) Klaus Henke, Bezirksleiter Fahrbahn/ Netzbezirk Stralsund (15")

"Die Spitze der Auflageplatte der Brückenklappe ist uns vorgestern ins Wasser gefallen, d.h sie ist angefroren gewesen, die ist lose im Widerlager eingeführt, ist mit angehoben worden und bei irgendeiner Brückenbewegung ist sie abgefallen und jetzt liegt sie natürlich im Wasser."

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Der Grund: der extreme Frost hatte die Platte festfrieren lassen. Klaus Henke reagiert sofort, sorgt dafür, dass innerhalb kürzester Zeit eine provisorische Platte eingesetzt wird. Und so gelingt es, den Ersatzverkehr zwischen Stralsund und Rügen in kürzester Zeit wieder aufzuheben. Vorläufig muss die Ersatzplatte halten.

O-Ton (ors08882) Klaus Henke, Bezirksleiter Fahrbahn/ Netzbezirk Stralsund (18")

"Das Provisorium, damit könnten wir sicherlich noch einige Wochen leben. Es bedarf aber einer täglichen Beobachtung, denn so ganz hundertprozentig wie ein Originalteil kann es eben nicht sein und zumindest in der Schnelligkeit der Zeit, wie es angefertigt worden ist, ist es natürlich nicht identisch mit dem Originalteil."

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Auch deshalb lässt Klaus Henke sofort nach der Originalauflage suchen, trotz der Kälte. Bei einer Wassertemperatur von gerade einmal zwei Grad plus lässt sich ein Taucher der Tauchschule Peter Franzke ins etwa sechs Meter tiefe Wasser hinab. 40 cm Sicht unter Wasser, nicht viel, um die Platte zu finden.

O-Ton (ors08883) Klaus Henke, Bezirksleiter Fahrbahn/ Netzbezirk Stralsund (20")

"Diese Bergung der Platte ist erst mal aus Kostengründen weitaus günstiger und zweitens erspart sie uns viele Wege, denn wenn eine Neue angefertigt werden muss, bedarf es vieler Zustimmungen und Genehmigungen, und natürlich auch die Anfertigung erst einmal selber, also vom Zeitfaktor würde das ins Unermessliche gehen."

Klaus Henke musste seine Entscheidung nicht bereuen. Nach etwa eineinhalb Stunden gibt der Taucher seinen Kollegen das O.K., um die Auflageplatte zu bergen.In der Nacht von Montag auf Dienstag wird die Originalplatte dann an ihren alten Platz zurückkehren und das Provisorium ersetzen.

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