Österreichische Milchverarbeiter legen positive Außenhandelsbilanz

Mehr Exporte und weniger Importe von Jänner bis September 2002

Wien (AIZ) - Die österreichischen Milchverarbeiter freuen sich
laut ihrer Vereinigung VÖM nach dem Vorliegen der Außenhandelszahlen der Statistik Austria über die ersten neun Monate des Jahres 2002 "im Ausland weiterhin erfolgreich" gewesen zu sein und ihre Leistungsfähigkeit im Export unter Beweis gestellt zu haben. Demnach hat der Wert österreichischer Milchprodukt-Exporte im Zeitraum Jänner bis September 2002 gegenüber dem gleichen Beobachtungszeitraum 2001 trotz international rückläufiger Preise um 8% auf EUR 444 Mio. zugenommen und sind die Milchprodukt-Importe dem Wert nach um 0,4% auf EUR 238 Mio. zurückgegangen. Damit, so VÖM-Geschäftsführer Johann Költringer gegenüber dem AIZ, "hat sich in den ersten neun Monaten 2002 der positive Außenhandelssaldo der österreichischen Milchverarbeiter erneut verbessert, und zwar von EUR 172 Mio. auf EUR 207 Mio."

Das mengenmäßig größte Plus im Export haben laut VÖM Sauermilchprodukte gebracht: Die im Ausland abgesetzte Menge habe demnach im Jahresabstand der Beobachtungs-Zeiträume Jänner bis September 2001 und 2002 um 53,5% zugenommen, während um 12% weniger eingeführt worden seien. Erfreulich sei auch, dass der Anteil von Versandmilch an den Exporten, also von Rohmilch, die an ausländische Abnehmer zur Weiterverarbeitung geliefert wird, zurückgegangen sei, weil dies als Zeichen zu werten sei, dass damit mehr Wertschöpfung im Inland habe erzielt werden können.

Als Wermutstropfen sieht die VÖM ein der Menge nach rascheres Ansteigen der Butterimporte (plus 24,5%) aus dem EU-Raum als deren Ausfuhren (plus 20%) im Zeitraum Jänner bis September 2002, auch wenn die durchschnittlichen Exporterlöse den Wert der Einfuhren überstiegen hätten: Denn damit sei klar, dass vor allem Billigbutter - offensichtlich für Eigenmarken von Lebensmittelhandelsketten - ins Land gekommen sei.

Käse ist Flaggschiff österreichischer MOPRO-Exporte

Neuerdings seine Rolle als Flaggschiff der österreichischen Milchprodukte-Exporte hat Käse unter Beweis gestellt: Die Ausfuhren konnten in den ersten neun Monaten 2002 gegenüber dem gleichen Zeitraum 2001 der Menge nach um 30% gesteigert werden, während nur um 1,5% mehr Käse nach Österreich gelangte. Stolz betonten die heimischen Milchverarbeiter dazu, dass die von Österreich exportierten Käse auch weiterhin höherwertiger seien als die importierten.
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