Karas gegen totale Säkularisierung Europas

Karas begrüßt Schönborns Besuch bei Prodi

Straßburg/Wien, 13. Jänner 2003 (ÖVP-PK) "Der aktive Dialog zwischen Vertretern der Kirche und staatlicher Institutionen soll Europa vor einer totalen Säkularisierung und der vollständigen Entstaatlichung der Kirchen bewahren", meinte der Europaabgeordnete Mag. Othmar Karas heute in Straßburg. In diesem Zusammenhang begrüßte er den heutigen Besuch des Wiener Kardinals Christoph Schönborn bei Kommissionspräsident Romano Prodi, der die Vorbereitung des Mitteleuropäischen Katholikentages zum Inhalt hat, als wichtiges Signal auf dem Weg zur geistigen Einheit Europas.***

Karas forderte die Kirchen und Religionsgemeinschaften Europas auf, sowohl den Dialog mit den Staaten und Institutionen der Europäischen Union als auch den interreligiösen Dialog zu fördern und voranzutreiben. "Der Dialog auf den verschiedensten Ebenen ist eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der europäischen Integration und der Wiedervereinigung Europas", gibt sich Karas überzeugt. Die Kirchen als wesentliche Träger und Vermittler jener Werte, auf die sich Europa gründet, dürften sich nicht vor den großen Wertedebatten in Europa in ein "quasi geistliches Niemandsland" zurückziehen.

In diesem Zusammenhang erinnerte Karas auch an die laufenden Diskussionen im Konvent über die Verankerung des Gottesbezugs in der Verfassung. "Ich wünsche mir eine Kirche, die sich in dieser wesentlichen Zukunftsfrage Europas noch stärker als bisher einbringt und ihre erwiesene Glaubwürdigkeit in Fragen der uns einenden Grundwerte in die Waagschale wirft", erklärte der Europaparlamentarier abschließend.

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