Neue Oper Wien: "Reise nach Innen" mit drei Opern

Wien (OTS) - Mit drei Opern lädt die Neue Oper Wien 2003 zur
"Reise nach Innen". Drei Mal steht "das erfolgreiche bzw. erfolglose Scheitern in komischer und provozierender Weise" theatralisch und musikalisch auf dem Programm: Bei Benjamin Brittens "Albert Herring" (ab 20. Februar im Jugendstiltheater), bei der Festwochenproduktion von Helmut Lachenmanns "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" (ab 28. Mai im Gasometer) und bei "Endlich Schluss" (ab 13. September im Semperdepot), einem Auftragswerk, dass thematisch an Peter Turrinis Theaterstück anschließt. Der Intendant Walter Kobera, der das Jahresprogramm am Montag vorstellte, verwies besonders auf sein Anliegen, jungen Komponisten wie mit der letztgenannten Produktion interessante Möglichkeiten zu bieten. Angesichts der finanziellen Lage sei dies jedoch nicht einfach. Während die Stadt Wien der Neuen Oper über einen Dreijahresvertrag eine finanzielle Basis biete, habe der Bund seine Subvention um 20 Prozent gekürzt. Immerhin könne die Neue Oper auf Auslastungen von 83 bis 97 Prozent verweisen, es gebe somit ein interessiertes Publikum. Verstärken werde man in Zukunft auch die Bemühungen um Gastspielreisen.****

"Albert Herring" ist die Wiederaufnahme des Erfolgsstückes der Neuen Oper vom Sommer 2001 in Laxenburg. Die Produktion, die soeben im Schweizerischen Winterthur erfolgreich präsentiert wurde, wird am 20., 23., 26. und 28. Februar im Jugendstiltheater gezeigt. Die Mischung aus Gesellschaftskritik und theatralischer und musikalischer Komik dürfte die Aufführungen - musikalische Leitung: Walter Kobera, Regie: Leonard Prinsloo - wieder zu einem Publikumserfolg machen. Karten über Ticketline: 427 17

Ein anspruchsvolles Unterfangen stellt die Festwochenproduktion von Helmut Lachenmanns "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" dar, dass im Gasometer am 28. und 30. Mai sowie am 1. und 4. Juni gezeigt wird. Für die Regie konnte Alfred Kirchner gewonnen werden, für das Bühnenbild Karl Kneidl, die musikalische Leitung obliegt Walter Kobera. Das Stück, das sich mit der sozialen Kälte und den Sehnsüchten des Menschen auseinandersetzt, ist keine Oper im klassischen Sinn, sondern "Musik mit Bildern". Sie erfordert einen großen Probenaufwand, verspricht dafür aber neue unverwechselbare Klänge und Klangerlebnisse. Karten: Wiener Festwochen, Tel.: 589 22 22

"Endlich Schluss" (13., 16., 17., 19., 20. und 23. September im Gasometer) thematisiert wie Peter Turrinis Theaterstück einen angekündigten Selbstmord. Silke Hassler hat das Libretto geschrieben, Wolfram Wagner die Musik. Anders als im monologisierenden Theaterstück stehen elf Personen auf der Bühne, der Hauptdarsteller und zehn Figuren, die sich allmählich zu einem handlungstreibenden Chor formieren. Mit der Handlung des Stückes kippt die Musik von der Party zur Bedrohung und zur finalen Tragödie. Für das Bühnenbild konnte mit Günter Brus ein bedeutender zeitgenössischer Künstler gewonnen werden, Regie führt Monika Steiner.

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(Schluss) gab/vo

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