Strache: Grob fahrlässiger Umgang der Wiener Stadtregierung mit Welterbe-Prädikat!

Wiener FPÖ: Sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen, um Projekt zu Fall zu bringen

Wien, 2002-01-13 (fpd) - Als "grob fahrlässig" bezeichnete heute der stellvertretende Wiener FP-Landesobmann Heinz-Christian Strache den Umgang der Wiener Stadtregierung mit dem Welterbe-Prädikat für die Innere Stadt. ****

Allein schon die dauerhafte Diskussion, daß Wien durch das Projekt Wien-Mitte diese internationale Auszeichnung wieder verlieren könnte, füge dem Ansehen der Stadt massiven Schaden zu. Wirklich erschreckend, so Strache, sei jedoch der Umstand, daß es seitens der Wiener SPÖ-Regierung keinerlei ernsthaften Bemühungen gäbe, ein Einvernehmen mit dem Bauträger herbeizuführen, die Projekthöhe so zu limitieren, damit das Welterbe-Prädikat auch tatsächlich erhalten bleibe.

Der Umstand, daß nun ICOMOS eine "äußerst kritische" Stellungnahme zum Wien-Mitte-Projekt vorbereite, müßte bei jedem verantwortungsvollen Politiker die Alarmglocken schrillen lassen. Weder bei Bürgermeister Häupl noch bei Planungsstadtrat Schicker -beide sind ja bekanntlich Befürworter der Monstertürme - sei ein Meinungswechsel erkennbar. Er, Strache, habe schon seit der Sitzung der UNESCO-Kommission in Budapest im vergangenen Juni darauf aufmerksam gemacht, daß die Entziehung des Welterbe-Prädikates bevorstehen werde. Schicker habe sich hingegen nur lapidar dazu geäußert.

"Der Verlust des Welterbe-Prädikates", so Strache, "würde jedenfalls international für Wien zu einer Blamage ersten Ranges führen und sicher auch im Fremdenverkehr negative Auswirkungen für unsere Stadt haben. Vor diesem Hintergrund seien die Justament-Standpunkte der verantwortlichen Wiener Politiker eine Provokation der Sonderklasse".

"Die Wiener FPÖ fordert, daß unter Ausnutzung sämtlicher rechtlicher Möglichkeiten ein Projektstopp für Wien-Mitte verhängt wird. Das Welterbe-Prädikat für die Wiener Innenstadt darf nicht verloren gehen, nur weil einige Wiener Regierungspolitiker offenbar dem ihrer Partei nahestehenden Projektbetreiber im Wort sind", forderte Strache. (Schluß) HV

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