Sima: Erschütternde Klimaschutz Bilanz zeigt: Kyoto-Ziel in weiter Ferne

SPÖ-Umweltsprecherin fordert Klimagipfel: Zuwarten ist verantwortungslos!

Wien (SK) Eine mehr als "erschütternde Bilanz" über die Klimapolitik unter Umweltminister Molterer ist nach Ansicht von SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima der aktuelle Bericht des Umweltbundesamts, wonach die Treibhausgasemissionen im Jahr 2001 um 4,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 gestiegen sind. "Österreich hat sich zum Kyoto-Ziel verpflichtet und damit zu einer Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes um 13 Prozent bis 2008/2012, Basisjahr 1990. Der Beobachtungszeitraum beginnt folglich in wenigen Jahren, während in Österreich die Emissionen aber weiter steigen und keinerlei Trendumkehr erkennbar ist", kritisiert Sima scharf. ****

Nach langem Zögern sei zwar eine Klimastrategie beschlossen worden, von einer ernsthaften Finanzierung der überfälligen Klimaschutzmassnahmen sei jedoch weit und breit nichts in Sicht. "90 Mio. Euro jährlich sind laut eigenen Angaben des Umweltressorts nötig, um das heimische Kyoto-Ziel zu erreichen. Schon seit Jahren müsste dieser Betrag auch tatsächlich in Klimaschutzmaßnahmen investiert werden, was jedoch leider nicht passiert ist", so Sima. Das Resultat dieser Versäumnisse würden sich nun im Bericht über die steigenden Treibhausgasemissionen widerspiegeln.

"Die Erkenntnis von Minister Molterer, dass nun eine 'rasche und konsequente Umsetzung der nationalen Klimastrategie' notwendig sei, kommt reichlich spät", kritisiert Sima. Der Klimawandel sei längst spürbar, nicht erst seit den verheerenden Überschwemmungen vom letzten Sommer, ein Gegensteuern sei daher längst überfällig. Sima fordert nun einen nationalen Klimagipfel: "Die Konzepte zur Reduktion der Treibhausgasemissionen liegen längst auf dem Tisch, nun müssen diese Maßnahmen endlich umgesetzt werden, worauf hier noch gewartet wird, ist wirklich unerklärlich und im höchsten Masse verantwortungslos", so Sima abschließend. (Schluss) ns/mp

Aktuelle Umweltinfos: www.ulliSima.at

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