"Kleine Zeitung"-Kommentar: "Freundesklub" (Von Günter Lehofer)

Ausgabe vom 12. Jänner 2003

Graz (OTS) - Der Niederösterreicher Ewald Stadler und der Steirer Harald Fischl nehmen sich als Freiheitliche die Freiheit, einen Freundesklub zu gründen. Irgendwie verständlich, wenn man weiß, dass die beiden derzeit nicht viele Freunde haben.

Aber sie sind nicht so vermessen, einen Stadler- oder Fischl-Klub zu gründen. Sie gründen selbstlos den "Verein der Freunde des Jörg Haider".

Die beiden wissen noch gar nicht, auf was sie sich da einlassen. Es könnte ja sein, dass sie hinter dem Jörg mit dem Verein herkeuchen, während dieser als blauer Sisyphos den Stein zum Gipfel aufwärts rollt. Wenn er die Freunde hinter sich sieht, könnte es sein, dass er vor Freude über so viele Freunde in die Hände klatscht. Und schon rollt der Stein über alle hinweg.

Derzeit besteht keine Gefahr, unter den Stein zu kommen. Jörg ist auf Urlaub und damit weg. Freunde dürfen hoffen, dass er wieder kommt.

Das wirkliche Vorbild für den Freundesklub von Stadler und Fischler wären die Fanklubs für Elivs Presley. Deren Mitglieder gehen davon aus, dass ihr Idol unsterblich ist. Dafür lohnt es sich, wie Stadler und Fischl vorhaben, in Wien ein ständiges Klubbüro einzurichten. ****

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