SJÖ: Absage des WEF bestätigt Erfolg der Proteste

Kollross: Die Entscheidung des WEF, nicht mehr in Salzburg zu tagen, unterstreicht die Relevanz der globalen Sozialbewegungen

Wien (OTS) - Als Erfolg der Proteste der GlobalisierungskritikerInnen wertete Andreas Kollross, Vorsitzender der SJÖ (Sozialistische Jugend Österreich), die Entscheidung des World Economic Forum, ihre Tagungen nicht mehr in Salzburg abzuhalten. Das WEF hat aufgrund einer Kehrtwendung in der öffentlichen Meinung und vor allem wegen der Proteste gegen den Gipfel beschlossen, den Tagungsort zu verlegen.

Für Kollross ist dies eine wichtige Etappe auf der Reise der Sozialbewegungen, die sich gegen den Neoliberalismus und Militarisierung stellen. "Nach dem Weltsozialforum konstituierte sich das Europäische Sozialforum im November 2002 in Florenz. Dieses Jahr wird sich diese Bewegung auch in Österreich in Form des Austrian Social Forum vernetzen. Es entsteht so allmählich ein breiter, organisierter und politisch ernstzunehmender Widerstand gegen die globale Ausbeutung", erklärte Kollross.

Anfangs belächelt und diffamiert, etablieren sich die globalen Sozialbewegungen nun als politische Kraft. "Die Entscheidung des WEF, nicht mehr in Salzburg zu tagen, unterstreicht die Relevanz der globalen Sozialbewegungen. Diese Bewegungen haben die Legitimation der von der Politik der Ungleichheit betroffenen Massen. Das WEF spricht nur für die wirtschaftlichen Eliten, die ihre Politik nach dem Prinzip neoliberaler Profitmaximierung ausrichten. In einer solidarischen Welt zählen aber die Menschen, nicht die Profite", so Kollross abschließend, und fügte hinzu, dass der Kampf der SJÖ gegen die Auswüchse der Globalisierung auf alle Fälle auch fortgesetzt wird, und die Abwanderung aus Salzburg bestenfalls der Anfang vom Ende war.

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