ÖAMTC: Behinderungen auf den Straßen durch Winter 5

Weitere Autobahnsperren in OÖ

Wien (ÖAMTC-Presse) - Das Schnee-Chaos auf den Straßen in Ober-und Niederösterreich hielt am Freitag laut ÖAMTC-Informationszentrale auch den Nachmittag über an. In Oberösterreich ereigneten sich innerhalb einer halben Stunde auf den schneeglatten Fahrbahnen drei schwere Unfälle. In Niederösterreich kam es auf der Donauufer-Autobahn (A 22) zu Behinderungen. Die Räumfahrzeuge des Winterdienstes standen im Dauereinsatz. Aufgrund des dichten Nachmittagsverkehrs kamen allerdings auch die Schneepflüge der Straßenmeistereien nur langsam voran. Die Experten des ÖAMTC ersuchten die Autofahrer, Fahrzeuge des Straßendienstes nicht zu behindern.

Unfälle auf schneeglatten Fahrbahnen

Nachdem auf der West-Autobahn (A 1) bei Steyrermühl ein querstehender Lkw den Verkehr Richtung Salzburg für rund zwei Stunden blockiert hatte, ereignete sich auf der A 8 zwischen Ort und Suben ein Serienunfall. Nach ersten Meldungen der ÖAMTC-Informationszentrale waren zwei Lkw und mehrere Pkw in die Kollision verwickelt. Glücklicherweise soll dabei niemand ernsthaft verletzt worden sein. Weniger glimpflich verlief eine Karambolage auf der Pyhrnpass-Straße (B 138) zwischen Sattledt und Wels: Bei einem Auffahrunfall mit mehreren Fahrzeugen wurde ein Lenker eingeklemmt und schwer verletzt, weitere Personen erlitten Verletzungen unbestimmten Grades.

In Niederösterreich kam es laut ÖAMTC auf der Donauufer-Autobahn (A 22) kurz vor der Wiener Stadtgrenze zu umfangreichen Behinderungen:
Ein Lkw geriet auf rutschiger Fahrbahn ins Schleudern und durchschlug die Randleitschiene. Der Tank des Schwerfahrzeuges wurde dabei aufgerissen, Diesel ist ausgeflossen. Die Aufräumungsarbeiten dauerten mehrere Stunden.

Räumfahrzeuge nicht überholen!

"Bei anhaltendem Schneefall kann selbst beim Einsatz aller verfügbaren Kräfte nicht überall für schneefreie und rutschsichere Fahrbahnen gesorgt sein", erklärt ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy Matzke. Außerdem ist auf Straßen und Autobahnen eine effiziente Räumung nur möglich, wenn die riesigen Pflüge mit mindestens 60 km/h unterwegs sind, weil die Schneemassen sonst nicht weit genug ausgeworfen werden können. Ohne vorherigem Pflugeinsatz ist die Salzstreuung bei niedrigen Temperaturen nicht ausreichend wirksam. Vor Einsetzen des massiven Frühverkehrs waren dadurch mitunter die Straßen besser geräumt als später in der morgendlichen Verkehrsspitze.

Der ÖAMTC-Experte rät daher den Autofahrern, Räumfahrzeuge nie zu überholen, um sich und andere Verkehrsteilnehmer nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Schließlich sind nur geräumte Straßen sicher.

(Fortsetzung mögl.)
ÖAMTC-Informationszentrale / Bei, Da, Kn, Kö

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