ORF Niederösterreich - Österreich-Bild am Sonntag: "Der Bauer als Energiewirt"

St. Pölten (OTS) - Der heimische Land- und Forstwirt wird
zunehmend auch zum Energielieferanten. Über Holz hinausgehend, können Getreide, Ölpflanzen und sogar Kuhmist zur Energiegewinnung verwendet werden. Bereits ein Achtel des gesamten Energieverbrauchs Österreichs wird bereits aus derartiger Biomasse erzeugt - ein internationaler Spitzenwert.

Die Umwelt zieht viele Vorteile daraus: Biomasse verbrennt CO2-neutral, d. h., es wird nur jene Menge CO2 freigesetzt, die zuvor in der Pflanze gebunden worden war. Und auch der Landwirt "gewinnt":
Denn jenes Viertel des wertvollen Rohstoffs, das bisher bei der Holzverarbeitung im Wald zurückblieb, wird nun gewinnbringend genutzt. Und schließlich der Vorteil für die Region: Die Wertschöpfung verbleibt im Land.

Neben zahlreichen Einzelheizungen, in denen Scheitholz, Hackgut oder Pellets verbrannt werden, gibt es allein in Niederösterreich bereits über 160 Biomasse-Fernheizwerke. Die Sendung zeigt die erste derartige Anlage, die vor beinahe 20 Jahren in Heiligenkreuz in Betrieb genommen wurde, ebenso wie eine bäuerliche Fernwärmegenossenschaft in der Buckligen Welt, die aus 34.000 m3 Hackgut und Sägeabfällen jährlich etwa 8,5 Megawatt erzeugt und mehr als 800 Kunden in Krumbach, Bad Schönau und der "Civitas Nova" in Wiener Neustadt versorgt.

Klein- und Mittelbetriebe auch in Niederösterreich erzeugen und exportieren Einzelöfen und Großheizkessel, die technisch Spitze sind - und einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leisten.

Neben Holz haben Bio-Gas und Bio-Diesel einen noch geringen Stellenwert, was sich jedoch bei steigenden Kosten der fossilen Brennstoffe ändern wird. An der landwirtschaftlichen Fachschule in Tulln werden Versuchsreihen u. a. mit Energiegetreide und Ölsaaten durchgeführt.

In diesem Österreich-Bild am Sonntag aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Dr. Alois Hawlik, Kamera: Erich Strommer) kommen auch der Rektor der Universität für Bodenkultur, Prof. Leopold März, der Geschäftsführer des ökosozialen Forums, Dkfm. Ernst Scheiber, der Schauspieler Roland Düringer u. a. zu Wort.

Sendetermin: Sonntag, 16. Februar 2003 , 18.30 Uhr, ORF 2

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Mag. Michael Koch
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