ÖAMTC fordert gründliche Erforschung der Lkw-Unfälle

Geplante Verkehrssicherheitsbehörde kann nur mit echter Unfallursachenforschung erfolgreich werden

Wien (ÖAMTC-Presse) - Nach den schweren Lkw-Unfällen der letzten Zeit fordert der ÖAMTC eine echte Unfallursachenforschung durch die geplante Verkehrssicherheitsbehörde.

Ein aktueller Entwurf des Verkehrsministeriums sieht vor, eine bundesweit zuständige Verkehrssicherheitsbehörde zu schaffen, die sowohl Straßenverkehrs- als auch Schifffahrts-, Flug- und Eisenbahnunfälle "verwalten" soll. Der ÖAMTC begrüßt grundsätzlich eine solche Zentraleinrichtung, fordert aber, dass dort echte Unfallursachenforschung betrieben und nicht bloß ein "Verwaltungsapparat" geschaffen wird.

"Gerade mehrere spektakuläre Lkw-Unfälle der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass nicht nur die Unfallfolgen, sondern auch deren Ursachen zu denken geben sollten", argumentiert ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Der ÖAMTC vermutet, dass Unfälle ohne allzu großen menschlichen Schaden nicht wirklich analysiert werden, obwohl sie gute Anhaltspunkte für die Verkehrssicherheitsarbeit bieten würden. Der ÖAMTC regt daher an, dass die geplante Verkehrssicherheitsbehörde alle Unfälle, die über ein entsprechendes Gefährdungspotenzial verfügen, auswerten sollte.

Die Verkehrssicherheitsbehörde könnte überdies auch zur Qualitätssicherung der Führerscheinprüfung, zur Überwachung von Kfz-Überprüfungsstellen oder von Führerschein-Nachschulungseinrichtungen eingesetzt werden. ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer zum Gesetzgebungsvorgang: "Der ÖAMTC begrüßt grundsätzlich eine solche Einrichtung. Ob es aber wirklich eine Behörde werden muss und vor allem, welche Aufgaben und Kompetenzen die Einrichtung bekommen soll, müsste noch ausdiskutiert werden. Der Minister sollte daher mit den beteiligten Interessenvertretungen eine saubere und zweckmäßige Lösung im Sinne der Verkehrssicherheit erarbeiten. Eine professionelle Unfallursachenforschung zur gezielten Unfallvermeidung wäre für den ÖAMTC eine zentrale Aufgabe für die geplante Behörde, damit sie nicht als bloße 'Tintenburg' ohne wirkliche Kompetenzen empfunden wird."

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ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

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