Muttonen: Kultur in Kärnten - gekürzt und geknebelt

Wien (SK) "Die aktuellen Querelen um die Kärntner Landesgalerie und die Landeskulturzeitschrift 'Brücke' dokumentieren eines ganz klar:
eine völlig konzeptlose, hauptsächlich eventorientierte und vorgestrige Kulturpolitik des Landeskulturreferenten Haider", kritisiert SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen. "Nicht genug, dass Kärnten auch wirtschaftlich mittlerweile ausgesprochen schlecht dasteht - jetzt wird letztes noch vorhandenes kreatives Potential im Land erstickt und die Kultur den Wünschen des Landeshauptmannes völlig untergeordnet", so Muttonen Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Bereits in den letzten Jahren hätte sich ganz klar gezeigt, dass Kritisches und Unkonventionelles in der Kärntner Kulturpolitik nicht mehr erwünscht und auch nicht zulässig sei - und daher auch nicht mehr gefördert werde. Als prominentestes Beispiel dafür führt die SPÖ-Kultursprecherin neben zahlreichen anderen Kulturinitiativen und KünstlerInnen das Unikum an. Mittlerweile könne in Kärnten keine Rede mehr davon sein, dass die Auseinandersetzung mit dem Anderen, dem Kritischen, dem Unangepassten und dem Fremden als wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung eines Landes und der Gesellschaft gefördert würde. Ganz symptomatisch sei auch Haiders Umgang mit dem Slowenischen, der zweiten Landessprache: "Durch seine engstirnige Sicht und eindimensionale Politik nimmt Haider vor allem der Jugend die Chance, mit dem zukünftigen EU-Partner Slowenien gleichberechtigt - weil in einer Sprache - kommunizieren zu können. Der Umgang mit der Kultur macht es klar sichtbar: es ist unvorstellbar, wie weit der Landeshauptmann 'sein' Land in der Entwicklung bremst, um seinen Wertvorstellungen von vorgestern treu bleiben zu können", formulierte Muttonen abschließend. (Schluss) cs/mp

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