SPÖ-Neujahreskonferenz: Silhavy fordert Pensionsdiskussion auch für a-typisch Beschäftigte

Wien (SK) "Antworten auf Fragen für jene Menschen, die aus dem normalen Versicherungssystem herausfallen", forderte SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy am Donnerstag Rahmen einer Diskussion zum Thema "Zukunft des Pensionssystems" bei der SPÖ-Neujahrskonferenz. Auch die Tatsache, dass es nach wie vor einen rund 30-prozentigen Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern gebe, müsse vermehrt berücksichtigt werden. Außer Frage steht freilich auch für Silhavy die Notwendigkeit für die Österreicherinnen und Österreicher, länger zu arbeiten, da sie zunehmend später ins Erwerbsleben einsteigen. ****

SPÖ-Budgetsprecher Christoph Matznetter mahnte eine "offene und genaue Auseinandersetzung" mit der Problemstellung Pensionssicherung ein. Österreich verfüge über "eines der besten Systeme", das allerdings "Schwächen" aufweise. Es gelte, diese Schwächen zu bekämpfen, nicht aber das System als solches in Frage zu stellen.

Auch SPÖ-Abgeordneter Hannes Bauer sieht im Umlageverfahren "einen Grundsatz, den wir erhalten müssen". Bauer forderte eine große Reform mit langfristiger Wirkung, die bisherigen kleinen Reformen hätten nur zu Verunsicherung in der Bevölkerung geführt. Derzeit hätten laut Umfragen rund 22% der Jungen kein Vertrauen in das Umlagesystem, was bedeute, dass diese Bevölkerungsgruppe wohl auch bald nicht mehr bereit sei, in die Pensionskassen einzuzahlen. Hier müsse eine verlässliche, vertrauenswürdige Basis geschaffen werden.

ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch betonte erneut, dass es nur dann Sinn mache, Menschen länger in Beschäftigung zu halten, wenn auch die Chancen dafür gegeben seien: "Schaffen wir Sicherheit für dieses System."

Abschließend betonte der Pensionsexperte Bernd Marin, der zuvor zu diesem Thema ein Referat gehalten hatte, dass das Pensionssystem nur auf einem verallgemeinerungsfähigen Niveau zu stabilisieren sei. Auf die von Heidrun Silhavy aufgeworfene Frage nach einem System für a-typisch Beschäftigte wusste Marin: "Hier hilft nur eine Grundsicherung". (Schluss) bm

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