EU soll militärischen Rückstand gegenüber USA verringern

Nur geringer Prozentsatz der EU-Mitgliedstaaten ist nicht bei der NATO

Wien (BMLV)- Die Europäische Union sollte ihren militärischen Rückstand gegenüber der USA verringern, um ein ernst zu nehmender Partner in der Weltpolitik zu werden. Dies meint Erich Reiter, der Leiter des Büros für Sicherheitspolitik zur Studie über die Einstellung der Österreicher zu einer europäischen Armee, die am Donnerstag in Wien von der Gesellschaft für Europapolitik präsentiert wurde. Laut Studie ist die Mehrheit der Österreicher für eine Teilnahme an einer gemeinsamen europäischen Armee, aber gleichzeitig weiterhin für die Beibehaltung der Neutralität.****

Die Chancen für eine europäische Verteidigungsunion muss man auch unter dem Aspekt sehen, dass nur vier der 15 EU-Mitglieder nicht auch gleichzeitig im Verteidigungsbündnis NATO sind, meint Reiter. Diese vier Länder machen nur sieben Prozent der derzeitigen Gesamtbevölkerung der EU aus. Nach der EU-Erweiterung und nach der NATO-Erweiterung wird dieser Prozentsatz noch kleiner, weil dann von den 26 EU-Mitgliedern außer Österreich, Irland, Schweden und Finnland nur noch Malta und Zypern nicht NATO-Mitglieder sein werden. Deshalb wird die NATO bis auf weiteres die bestimmende sicherheitspolitische Institution in Europa bleiben, sagt der Leiter des Büros für Sicherheitspolitik.

9. Jänner 2003 Dr. Schober (Schluß)

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