Handlungsbedarf bei Medikamentenkosten

NÖGKK: Sparen bei Medikamenten ist notwendig - allerdings wird die Qualität der Behandung dadurch nicht beeinträchtigt werden.

St. Pölten (OTS) - Die Kosten für Medikamente steigen seit Jahren kontinuierlich an. Die neuesten Berechnungen haben österreichweit eine Steigerung von 6,3 Prozent ergeben. Auch die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse rechnet mit Kostenzuwächsen von rund 7 Prozent (die letzte Steigerung vom Jahr 2000 auf 2001 betrug 5,7 Prozent).

Die NÖGKK hat in diesem Bereich bereits Gegenstrategien entwickelt, die aber die Qualität des Arzneimittelangebots nicht beeinträchtigen sollen. Eine Maßnahme ist der verstärkte Einsatz von Generika, die ja bekanntlich - ohne Qualitätsverlust - bis zu 30 Prozent kostengünstiger sind als die Originalpräparate. Die NÖGKK unterstützt ihre Vertragsärzte dabei durch ein EDV-Programm, bei dem alle wirkstoffgleichen Präparate eines Medikaments - gereiht nach dem kostengünstigsten - aufscheinen. Der Arzt entscheidet dann über die optimale Therapie, die er im Sinne der Richtlinien über eine ökonomische Verschreibweise verordnet. Tatsache ist, dass nicht jedes einen günstigeren "Doppelgänger" hat, trotzdem können Generika - ohne den Beigeschmack der "Billigmedizin" - einen Beitrag zur Kostenreduktion leisten.

Um Einsparungspotenziale zu nutzen und vermeidbare Kosten zu verhindern, ist auch ein Umdenkprozess in der Bevölkerung notwendig. Wichtig ist der vernünftige Umgang mit Medikamenten: Oft genügt die Klein- statt die Großpackung; in vielen Haushalten lagern noch immer fast volle oder ungeöffnete Medikamentenpackungen.

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Nö. Gebietskrankenkasse
Petra Noll
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