Strutz protestiert gegen Kündigungen im Elisabethinen-Krankenhaus

Bischof Schwarz soll sich für die Weiterbeschäftigung der 40 Frauen verwenden

Klagenfurt, 2002-01-09 (fpd) Als unmenschlich und von nicht nachvollziehbarer Härte getragen, bezeichnete heute der freiheitliche Gesundheitssprecher LPO Martin Strutz das Vorgehen des Ordens der Elisabethinen gegenüber 40 Mitarbeiterinnen. Anstelle wirtschaftliche Überlegungen und Organisationsmaßnahmen anzustellen, die auch kurzfristig für die Elisabethinen finanzielle Verbesserungen bringen würden, werden Mitarbeiterinnen auf die Straße gesetzt. Dies sei der einfachste aber auch unmenschlichste Weg. "Gerade von einem christlichen Orden hätte man sich eine andere Vorgangsweise erwartet", kritisierte Strutz

Der freiheitliche Gesundheitssprecher verweist darauf, dass aus einem ihm vorliegenden Wirtschaftsbericht durch Millionen Einsparungen im Bereich von Baumaßnahmen, eine Organisationsverbesserung durch Strukturmaßnahmen und einer verstärkten Zusammenarbeit im medizinischen Bereich die Vorgangsweise der Kündigungen zu vermeiden gewesen wären. Strutz ersucht heute nochmals Bischof Schwarz sich dazu zu verwenden, dass diese harte Maßnahme gegenüber den Beschäftigten des Elisabethinen-Krankenhauses rückgängig gemacht wird. Es gebe andere Möglichkeiten das Krankenhaus wirtschaftlicher und effizienter zu führen, anstatt einfallslos langjährige Mitarbeiter auf die Straße zu stellen.

"Das Elisabethinen-Krankenhaus hat damit auch einen sozialen Grundkonsens, der bisher mit allen Krankenhäusern in Kärnten gegolten hat, einseitig gebrochen. Den Verantwortlichen wurde in mehreren Gesprächen nämlich deutlich gemacht, dass wenn sie Mitarbeiter kündigen, die Unterstützung des Landes Kärnten, die gegenüber dem Elisabethinen-Krankenhaus bisher immer eine sehr großzügige gewesen ist, damit gefährden", sagte Strutz.

Als erste Maßnahme kündigte Strutz eine genaue Überprüfung der finanziellen Gebarung des Elisabethinen-Krankenhauses an. Der freiheitliche Gesundheitssprecher verweist darauf, dass die Elisabethinen auf Grund eines Beschlusses des Kärntner Krankenanstaltenfonds sogar Förderungsmittel an das Land zurückzahlen müssen, da sie nicht zweckgebunden verwendet wurden. "Wir kämpfen für den Erhalt und Ausbau der Arbeitsplätze im Gesundheitsbereich und akzeptieren eine solche Vorgangsweise, die Managementfehler auf Kosten der kleinen Mitarbeiter austrägt, in keinster Weise, weder im Bereich der Landesspitäler, noch bei privaten Krankenanstalten", so Strutz.

Der Tupfen auf dem I sei die Tatsache, dass der neuangestellte Verwaltungsdirektor, der die 40 Mitarbeiterinnen jetzt brutal an die Luft setzt, als erste Maßnahme sich selbst einen protzigen Dienstwagen genehmigt habe. Allein von diesem Geld hätten 17 Mitarbeiterinnen weiterhin über das Jahr beschäftigt werden können, erklärte der freiheitliche Gesundheitssprecher.

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