FP-Blind zu Dosenpfand: Eine Reihe ungelöster Probleme zeigen Absurdität

Wer gibt dem Händler das Pfandgeld?

Wien, 2003-01-09 (fpd) – Sollte das von der SPÖ und Umweltstadträtin Isabella Kossina geforderte Pfand auf Dosen tatsächlich umgesetzt werden, würden sich daraus einige ungelöste Probleme ergeben, die deutlich zeigen, wie absurd der Kossina Vorschlag ist, betonte heute der freiheitliche Gemeinderat Kurth-Bodo Blind. ***

So ist völlig ungeklärt, ob man die Dosen mit dem Kassenbon bzw. dem Retourenzettel nur dort, wo man sie auch gekauft hat oder wie bei den Mehrwegflaschen überall zurückgeben kann. Diese Lösung wäre sehr kompliziert und in einem Tourismusland wie Österreich fast unmöglich. Viele Dosen würden weggeschmissen werden, weil sich der Weg zum Retourgeben nicht lohnt.
Im zweiten Fall ergäbe sich das Problem, dass der Getränkehersteller für die wertlosen Dosen seines Konkurrenten sicher keine 25 Cent bezahlen wird.

Daher sollte man Stadträtin Kossina, die ja bekanntlich das Dosenpfand rasch einführen möchte, die Frage stellen, wer einem Händler, der 1000 Dosen in eine Woche verkauft aber 2000 Dosen zurücknehmen muss das Pfandgeld, welches er dem Kunden aushändigte, retour geben wird.

Als ein abschreckendes Beispiel kann in dieser Hinsicht auf Deutschland hingewiesen werden, wo das Dosenpfand lediglich eine Reihe von Problemen ausgelöst hat. Die Supermarktketten nehmen die Pfand-Bons als Gutschrift, kontrollieren aber überhaupt nicht ob der Kunde auch die Dosen retourgegeben hat, diese sind ihnen auf gut Deutsch völlig "wurscht" und landen wiederum im Müll, so Blind abschließend. (Schluss)

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