Kernöffnungszeiten sind an der Uni Wien nicht sinnvoll

AG-Vorwurf der Untätigkeit ist schwerer Recherchefehler

Wien (OTS) - Die ÖH Uni Wien lehnt die heute von der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft geforderte Einführung von Kernöffnungszeiten in der vorgeschlagenen Form ab. Sie könnte an manchen Instituten sogar zur Verschlechterung der Studienbedingungen führen. Der Vorwurf der Untätigkeit gegenüber der ÖH-Exekutive ist vollkommen unangebracht, da derzeit ein großes Reorganisationsprojekt auf Initiative der ÖH Uni Wien im Gange ist.

"Auf einer Wirtschafts-Uni mit vier Studienrichtungen ist ein Kernöffnungszeiten-Modell vielleicht sinnvoll. Auf die Uni Wien mit über 100 gänzlich verschiedenen Studienrichtungen ist das Konzept aber unmöglich übertragbar", erklärt Angelina Zenta vom Vorsitzenden-Team der ÖH Uni Wien. "An manchen Instituten, die bereits gute Öffnungszeiten haben, könnte es sogar zu Verschlechterungen kommen, wenn sich diese auf die Kernöffnungszeiten zurückziehen. Einen derartigen Vorschlag zu machen ohne davor zu erheben, welche Auswirkungen dieser auf die einzelnen Instituten hat, ist sehr unverantwortlich", kritisiert Zenta.

"Gerade in den kommenden Wochen läuft auf Initiative der ÖH eine große Erhebung über Organisationsmängel an den Instituten. Vizerektor Mettinger hat dafür Geld zur Verfügung gestellt und wir hoffen, baldmöglichst alle organisatorischen Mängel beseitigt zu haben", kontert Zenta den Vorwurf der Untätigkeit. "Des weiteren setzen wir momentan all unsere Kräfte ein, um im Gründungskonvent die studentische Mitbestimmung an der Uni Wien auch für die Zukunft abzusichern. Ich finde es bemerkenswert, dass in einer derart entscheidenden Phase Kernöffnungszeiten das einzige sind, das der Aktionsgemeinschaft zum Thema Bildungspolitik einfällt", so Zenta.

"Unsere Funktion als politisches Sprachrohr wollen wir auch möglichst transparent gestalten, weswegen wir alle Studierenden auch herzlich zu unserer Informationsveranstaltung rund um den Gründungskonvent am 16. Jänner um 19 Uhr in der Aula im Alten AKH einladen", so Zenta abschließend.

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