AK: Banken sollen überhöhte Kreditzinsen zurückzahlen

Urteil gegen Rundung von Kreditzinsen auf den nächsten Achtelprozentsatz bestätigt Kritik der AK

Wien (AK) - "Wenn Banken durch großzügige Rundung bei Zinsgleitklauseln für Kredite zu viel verrechnet haben, sollen sie die den Kunden jetzt rasch und unbürokratisch zurück zahlen." Das verlangt heute, Mittwoch, AK Konsumentenschützer Harald Glatz nach dem Urteil, das der Verein für Konsumenteninformation beim Obersten Gerichtshof gegen die Zinsanpassung auf den nächsten Achtel-Prozentsatz erreicht hat. Die AK hat bereits 1997 kritisiert, dass viele Banken nach der Neuregelung der Zinsanpassung selbst bei geringfügigen Zinsänderungen auf das nächste Achtel- oder sogar Viertelprozent gerundet haben. "Das Urteil bestätigt unsere Kritik", sagt Glatz. "Den Konsumenten ist zu viel verrechnet worden. Die Banken sollen das Geld zurückzahlen. ****

Bereits im Oktober 1997 haben die AK Konsumentenschützer bei einer Untersuchung der damals neuen Zinsgleitklauseln der Banken für Kredite festgestellt, dass es durch die Rundungsregel auf das nächste Achtel- oder Viertelprozent zu ungesetzlichen Preiserhöhungen kommt. Die Banken gaben sich damals überzeugt, dass die Zinsanpassungsklauseln dem Gesetz entsprechen - anders, als der Oberste Gerichtshof jetzt entschieden hat. Glatz: "Das Urteil ist ein Erfolg aller Konsumentenschützer. Die Banken sollen ihren Fehler ausbügeln und den Kunden zu viel verrechnete Zinsen zurückzahlen."

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