Esso will Greenpeace wegen Protest in Luxemburg klagen

Umweltorganisation hofft auf Solidarität der Österreicher an den Tankstellen

Luxemburg (OTS) Der Ölgigant Esso will Greenpeace in Luxemburg
und auch
das internationale Hauptquartier in den Niederlanden auf über 225.000 Euro klagen. Grund dafür ist der friedliche Protest der Umweltorganisation gegen den Ölmulti und seine ständige Sabotage der internationalen Bemühungen zum Schutz des Weltklimas. Die Firma, die weltweit ihre Produkte unter den Firmennamen "Exxon" und "Mobil" vertreibt, klagt wegen einer Protestaktion in Luxemburg auf Schadenersatz wegen entgangenem Gewinn. Damals waren mehr als 600 Freiwillige aus aller Welt beteiligt, die 28 Tankstellen für 14 Stunden zu blockieren. "Greenpeace ruft alle Autofahrer auf, sich beim nächsten Betanken ihres Autos zu überlegen, ob sie die Sabotage des Klimaschutz durch Esso und die Klagspolitik gegen unabhängige Umweltschutzorganisationen unterstützen wollen", so Erwin Mayer, Klimaexperte von Greenpeace.

"Esso will einfach jede Opposition mundtot machen, indem sie
gegen
jeden, der es wagt, gegen die Firma zu protestieren, vor Gericht zieht. Esso kann Greenpeace vor jedes Gericht der Welt bringen, aber wir werden die Kampagne sicher nicht stoppen", sagte der Direktor von Greenpeace Luxemburg, Pascal Husting. "Das wirkliche Problem ist nicht, dass Greenpeace den Betrieb von Esso in Luxemburg für einen Tag gestoppt hat, sondern dass der Ölmulti alle internationalen Bestrebungen zum Schutz des Weltklimas und damit das Leben von Millionen Menschen in aller Welt gefährdet", so der Greenpeace-Direktor.

"Esso ist der Konzern mit dem größten Profit in der ganzen Welt. 2001 machte der Konzern Gewinne in Höhe von 15,5 Milliarden US-Dollar. In den letzten zehn Jahren führte der Konzern einen Kreuzzug, um jeden Wandel in der internationalen Klimapolitik zu verhindern. Esso ist auch verantwortlich für die kontinuierliche Manipulation der USA und der internationalen Politik gegen eine vernünftige Klimapolitik. Esso hatte auch einen wesentlichen Einfluss auf US-Präsident George W. Bushs Entscheidung, das Kyoto-Protokoll zum Schutz des Weltklimas zu boykottieren.

Greenpeace ist Teil einer weltweiten Koalition von
Organisationen,
die im Rahmen der "Stopp Esso"-Kampagne gegen den Einfluss dieses Konzerns auf die internationale Klimapolitik protestiert. "Die jüngste Klage gehört zum typischen Verhalten dieses Konzerns", sagte Husting. Nächste Woche wird es auch eine weitere Verhandlung gegen Greenpeace vor einem französischen Gerichtshof wegen einer Internet-Website geben, die sich kritisch gegen den Konzern und seine Machenschaften äußert. Esso hat auch rechtliche Schritte gegen Greenpeace in Frankreich und Großbritannien unternommen. "Der Konzern Esso weiß, dass er die Debatte zum Klimawandel nicht gewinnen kann. Darum versucht er, jede Kritik mit rechtlichen Schritten abzuwürgen", so Husting.

Esso verneint, dass verbranntes Öl, Gas und Kohle zum weltweiten Klimawandel beiträgt. Damit steht der Konzern gegen die weltweite Meinung der besten Wissenschaftler und gegen alle Beweise für die Folgen dieses Wandels wie etwa häufigeren und gefährlichen Wetterkapriolen, den Rückzug der Gletscher und das Absterben der Korallenriffe. Greenpeace wird im Rahmen der internationalen Koalition den Protest gegen Esso fortsetzen und hofft dabei auch auf die Solidarität der österreichischen Konsumenten.

Rückfragen & Kontakt:

MMag. Franko Petri,
Pressesprecher Greenpeace,
tel. 01-5454580-29 oder 0676-5147246
Mag. Erwin Mayer,
Klimaexperte Greenpeace,
tel. 5454580-48 oder 0664-2700441
Pascal Husting,
Direktor Greenpeace Luxemburg,
+352 54 62 52 22 oder +352 021 23 33 63
Internet: www.stopesso.org or www.greenpeace.org

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