Wirtschaftsbund: Ja zu Selbstbehalten

Für Generalsekretär Kopf ein Mittel zur Qualitätssicherung des Krankenversicherungssystems

Wien, 8. Jänner 2003 (ÖWB) Die im 10 Punkte Papier der Volkspartei vorgesehene Einführung von Selbstbehalten wird vom Österreichischen Wirtschaftsbund unterstützt. "Auch für das Gesundheitssystem gilt:
Was nichts kostet ist nichts wert. Selbstbehalte sind der richtige Weg um einerseits beim Versicherten mehr Kostenbewusstsein und Eigenverantwortung hervorzurufen und tragen auf der anderen Seite zu mehr Kostenwahrheit bei", erklärte dazu der Generalsekretär des Wirtschaftsbundes Karlheinz Kopf. Darüber hinaus seien Selbstbehalte nicht nur bei Gewerbetreibenden längst Usus, auch Beamte und Eisenbahner kennen dieses System. ****

Über die Form der Selbstbehalte sei sicher noch zu sprechen, so Kopf. In der Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft seien etwa Versicherte mit einer besonderen sozialen Schutzbedürftigkeit von Selbstbehalten befreit, hingegen würden jene, deren Einkünfte über der Höchstbeitragsgrundlage liegt, ärztliche Hilfe und Spitalspflege als Privatpatient in Anspruch nehmen und dafür Vergütungen bis zu 80 Prozent ihrer Ausgaben erhalten.

"Der Wirtschaftsbund ist davon überzeugt, dass das österreichische System der sozialen Krankenversicherung dann in der Qualität erhalten werden kann, wenn die Versicherten sich der Kosten im Gesundheitswesen und auf dem Heilmittelsektor bewusst sind und ihren Beitrag dazu leisten. Allgemeine Beitragserhöhungen könnten diesen Anforderungen nicht gerecht werden", sagte Kopf abschließend.

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