Größtes Augenmerk auf Hochwasserschutz

Bodensee-Anrainer arbeiten bei Wasserstand-Prognosemodell zusammen

Bregenz (VLK) - Seit 1999 sind auch in Vorarlberg vermehrt Extremwetterlagen mit Hochwasserereignissen aufgetreten. Am Bodensee ist derzeit ein Wasserstand zu beobachten, der zwar für die Jahreszeit verhältnismäßig hoch ist, sich aber durchaus innerhalb langjähriger Schwankungsbreiten bewegt. Dennoch wird dem Ausbau des Hochwasserschutzes in Vorarlberg auch in diesem Jahr wieder größtes Augenmerk gewidmet, sagte Landesstatthalter Hubert Gorbach heute, Dienstag, im Pressefoyer.

Dabei gilt es zunächst durch permanente Verbauungen, die auf ein bestimmtes Ereignis (Hochwasser, Muren) bemessen sind, Siedlungen etc zu schützen. Weiters, so Gorbach, ist für den Fall von extremen Wetterereignissen die Vorgangsweise zur Warnung und Alarmierung den neuesten Anforderungen anzupassen, um Maßnahmen wie Evakuierungen etc rechtzeitig vorzunehmen um die Bevölkerung bestmöglich vor Schaden zu bewahren.

Das Bodenseehochwasser vom Mai 1999 hat den Bedarf an einer zuverlässigen Vorhersage des Wasserstandes gezeigt. Die Schweiz, Baden-Württemberg und Vorarlberg haben nun eine entsprechende Zusammenarbeit vereinbart. Sie sieht im Wesentlichen einen gegenseitigen Informationsaustauch über die jeweiligen Zuflüsse vor und soll eine Prognose des Seewasserstandes ermöglichen. Das Land Vorarlberg hat in diesem Zusammenhang die Erstellung von Vorhersagemodellen für die Bregenzerach und die Dornbirnerach übernommen. Die Kosten dafür betragen ca 37.000 Euro. Das hydrologische Modell für die Bregenzerach ist seit Ende 2002 fertig und wird derzeit im Landeswasserbauamt Bregenz getestet.

Das Vorarlberger Hochwasserschutz-Bauprogramm für das Jahr 2003 ist mit 6,7 Millionen Euro veranschlagt (Landesanteil 2,1 Millionen Euro). Die wichtigsten Projekte sind am Bodenseeufer in Hard und im Rheindelta sowie am Schwarzbach in Bludesch und in Thüringen. Von der Wildbachverbauung werden heuer wieder rund 200 Projekte in Vorarlberg zu betreuen sein. Das Land beteiligt sich daran mit Förderungen von insgesamt 2,0 Millionen Euro.
(gw/dig) (hochwasser.vlk)

BU:Landeswasserbauamt-Leiter Martin Weiß, LSth. Gorbach und Wildbach- und Lawinenverbauungs-Leiter Andreas Reiterer informierten über aktuelle Hochwasserschutz-Projekte
Foto: VLK/G. Wirth/dig, 7. Jänner 2003

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