2003: Gute Aussichten für Wiens Wirtschaft

Strategische Weichenstellungen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Wien im ersten Halbjahr 2003

Wien (OTS) - "Wir werden das erste Halbjahr 2003 für strategische Weichenstellungen für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Wien bzw. der Vienna Region nutzen. Diese Weichenstellungen sind auch vor dem Hintergrund der Erweiterung der Europäischen Union zu sehen", erklärten Wiens Bürgermeister Dr. Michael HÄUPL und Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Dr. Sepp RIEDER am Dienstag im Rahmen des Mediengesprächs des Bürgermeisters, in dem das Arbeitsprogramm für das erste Halbjahr 2003 zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Wien präsentiert wurde. Ziele des Arbeitsprogrammes sind:

1. Weitere Vernetzung der Vienna Region als gemeinsamer Wirtschaftsraum und als gemeinsames Technologie- und Kompetenzzentrum und als gemeinsamer Arbeitsmarkt.

2. Weitere Förderung Wiens bzw. der Vienna Region als Standort internationaler Organisationen und Zentrale internationaler Konzerne.

3. Förderung Wiens als internationaler Konferenzstandort und Tourismusdestination.

4. Ausrichtung Wiens auf die Chancen und die Anforderungen, die mit der Erweiterung der Europäischen Union verbunden sind, gestützt auf die konkreten Ergebnisse der Preparity Konferenz.

5. Strategische Weichenstellungen im Unternehmensbereich der Stadt Wien.****

Schwerpunkte des Arbeitsprogrammes

o 1. Beschäftigung und Arbeitsmarkt

Umsetzung der gemeinsamen Beschlüsse der Sozialpartner:
Insgesamt stehen in Wien 2003 35 Millionen Euro für Qualifizierungsverbünde, Arbeitsstiftungen, Outplacementberatung, Personalentwicklung- und Innovationsassistenz in Wiener Unternehmen, Cluster Support-Programme, Gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung für Langzeitarbeitslose und Spezialprogramme für Jugendliche und Frauen zur Verfügung. Zwei Drittel davon stellt das Land zur Verfügung, ein Drittel wird aus AMS- und Bundesmittel sowie EU-Geldern kofinanziert. Im Jänner wird eine gemeinsame Broschüre von Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer an insgesamt 7.000 Ausbildungsbetriebe und potentielle Ausbildungsbetriebe versendet werden.

Im Frühjahr soll ein gemeinsamer Arbeitsmarktgipfel der Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland so wie der Sozialpartner und des AMS die Möglichkeiten einer zusätzlichen Zusammenarbeit in Arbeitsmarktfragen festlegen.

o 2. Wirtschaftsförderung

Für 2003 werden 205 Millionen Euro für Zwecke der Wirtschaftsförderung in Wien zur Verfügung stehen.

Evaluierung der Wiener Wirtschaftsförderung: Im ersten Halbjahr 2003 soll evaluiert werden, ob und in wie weit die Ziele der Wirtschaftsförderung erreicht werden konnten. Insbesondere geht es dabei um die Umstellung auf das System der "Calls" und um die Frage, ob sich die verstärkte Finanzierung von PPP-Modellen bewährt hat.

In den von Wien beauftragten Wirtschaftsanalysen zeigt sich, dass das Wachstumspotenzial besonders in den sogenannten "unternehmensnahen Dienstleistungen" sowie in den Sozial- und Gesundheitsberufen in dieser Region liegt. Wien wird sich daher auch an der Schwerpunktförderung zur Unterstützung von Qualifizierungen in diesem Bereich in Form von Beschäftigtenschulungen (zur Ausbildung in die nächsthöhere Berufsklasse) und in Form einer Implacementstiftung für die Vienna Region beteiligen.

o 3. Tourismus

Zusätzlich zum Marketingprogramm des Wiener Tourismusverbandes wird im ersten Halbjahr 2003 gemeinsam mit Vertretern der Hotelleriebranche ein Arbeitsprogramm zur Verbesserung der Standortqualität als Tourismusdestination erarbeitet werden. In diesem Rahmen wird auch vor dem Sommer eine Wiener Tourismuskonferenz stattfinden. Das Ziel des Programmes ist es, die Zahl der Tourismusnächtigungen von derzeit sieben Millionen auf zehn Millionen im Jahr 2010 zu steigern.

o 4. Standort Internationaler Organisationen

Wien wird sich verstärkt um die Ansiedlung internationaler Organisationen bemühen.

So wird der Amtssitz des OSZE-Sekretariats und des OSZE-Beauftragten für Medienfreiheit nach 1010 Wien, Wallnerstraße 6, übersiedeln. Wien beteiligt sich finanziell an den Kosten der definitiven Ansiedlung dieser OSZE-Institutionen in Wien. (Beschluss zur Übersiedlung der OSZE-Außenminister am 7.12.2002 in Portugal)

Zusätzliche Konferenzräume für internationale Organisationen am Vienna International Center - VIC. Wien ist bereit, sich an den Kosten für zusätzliche Konferenzräume zu beteiligen. Verhandlungen darüber sollen so rasch wie möglich stattfinden.

o 5. Infrastruktur
- Öffentlicher Verkehr
Mit den ÖBB wird im nächsten halben Jahr über die Neugestaltung des Verkehrsdienstevertrages - Verhandlungen zum Ausbau des Öffentlichen Verkehrs - verhandelt. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem die Intervalle für die
neugestaltete Schnellbahnverbindung zum Wiener Flughafen.
- U-Bahn-Ausbau
Im kommenden halben Jahr werden Verhandlungen mit dem Bund
über einen weiteren Ausbau des Wiener U-Bahn-Netzes geführt. Im Rahmen der vierten Phase des Wiener U-Bahn-Baus sind unter anderem eine Verlängerung der U1 und der U2 geplant.
- M-Parking
Seit 2. Jänner läuft das Pilotprojekt m-parking. Innerhalb der dreimonatigen Pilotphase werden die technischen Gegebenheiten für einen flächendeckenden Einsatz geklärt. Ab dem Sommer soll das Parken via Handy für alle Wienerinnen und Wiener zur Verfügung stehen. (Schluss) mmr

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