Eder spricht sich gegen mutwillige Zerschlagung der ÖBB aus

Wien (SK) "Die von ÖVP-Obmann Schüssel gestern vorgeschlagene Zerschlagung der ÖBB kommt für die SPÖ in dieser Form keinesfalls in Frage", unterstrich SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Ein derartiges Modell habe in Großbritannien und anderen Staaten nur zu qualitativen Verschlechterungen der öffentlichen Verkehrsdienstleistung und "zu grauenhaften Bahnunfällen" geführt. ****

Gleichzeitig sehe aber auch die SPÖ die Notwendigkeit, Reformen bei den ÖBB sowie bei jedem anderen Unternehmen voranzutreiben, damit sie ihre Aufgaben im öffentlichen Interesse so kundenorientiert, effizient und kostengünstig wie möglich erfüllen könne, so Eder. "Beispielsweise muss es das Ziel sein, den gesamten Zuwachs des Transitverkehrs nach der EU-Erweiterung auf die Bahn zu bringen. Dazu brauchen wir eine wettbewerbsfähige und kundenorientierte ÖBB", fordert Eder. Der SPÖ-Verkehrssprecher wies zudem darauf hin, dass gemeinwirtschaftliche Bestellungen nicht als staatliche Zuschüsse zu werten sind, sondern von jenen, die gemeinwirtschaftliche Leistungen verlangen, zu bezahlen sind.

Dass Bahnen effizient betrieben werden können, zeige das Beispiel Schweiz, wo entsprechende wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen geschaffen wurden. "Wenn die ÖVP ernsthaft eine große Bahnreform im Interesse Österreichs und des Unternehmens in Angriff nehmen möchte, so ist die SPÖ jedenfalls dazu bereit. Keinesfalls wird die SPÖ aber einer sinnlosen Zerschlagung der ÖBB zustimmen. Noch dazu, weil die ÖBB im internationalen Vergleich als eine der wettbewerbsstärksten Bahnen gelten kann", schloss Eder. (Schluss) ns

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