Wiener Stadtwerke Holding AG mit neuem Generaldirektor

DI Günther Grois ist neuer Vorstandsvorsitzender

Wien (OTS) - Die Wiener Stadtwerke Holding AG geht mit einem neuen Vorstandsvorsitzenden in das Jahr 2003: Der langjährige Direktor der Wiener Verkehrsbetriebe und dann der Wiener Linien - er bleibt in Personalunion an deren Spitze, DI Günther Grois, ist zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt worden und damit Nachfolger von Dr. Karl Skyba. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Ing. Mag. Dr. Michael Obentraut und Dr. Felix Joklik (der Vorstand wurde damit auf drei Mitglieder verkleinert) präzisierte Grois in einem Mediengespräch am Freitag Vorhaben im Geschäftsbereich der Wiener Stadtwerke Holding. Wesentlich erscheine ihm eine "Strukturverfeinerung im Konzern", es gelte, die Entwicklung der Wiener Stadtwerke als Infrastrukturunternehmen der Stadt Wien vom Versorger zum serviceorientierten Dienstleister weiter voranzutreiben. Grois sagte dazu, "das Haus ist gebaut, nun gilt es, das alles in den Köpfen der Mitarbeiter fest zu verankern".

Ein wesentlicher Punkt werde angesichts der möglichen Liberalisierung des Öffentlichen Verkehrs durch die EU-Kommission -so Grois - sein, Bedeutung, Kompetenz und Relevanz der Wiener Linien auf noch breiterer Basis als bisher deutlich zu machen. Die Wiener Linien werden sich als elementarer Bestandteil des städtischen Lebens (und damit der Daseinsvorsorge; Anmerkung der Redaktion) und als kompetenter, verantwortungsbewusster Dienstleister positionieren. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang erscheint auch eine heute der Öffentlichkeit präsentierte Umfrage der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft über Privatisierungen (Anmerkung der Redaktion), in der sich fast 80 Prozent - allein in Wien betrug das Sample an die 1000 Personen - gegen eine Privatisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ausgesprochen haben.

Naturgemäß kamen auch Vorhaben aus den anderen Geschäftsfeldern des Vorstands zur Sprache, so beispielsweise die weitere Zusammenführung der Energieunternehmen unter Berücksichtigung der Kooperationen und Partnerschaften in der EnergieAllianz und der Energie Austria - für Brüssel ist man hinsichtlich einer Prüfung (Kartellverfahren) zuversichtlich.
Ein Themenbereich, der in Wien traditionell besondere Sensibilität erfordert - das Bestattungswesen - wird sich auch auf eine neue Wettbewerbssituation einstellen müssen, hier könne man nur hoffen, dass die Pietät gegenüber dem Umsatzdenken die Oberhand behalte.

Abschließend noch zur Person des neuen Vorstandsvorsitzenden, geboren 1941 in Wien, der nach dem Studium der Fachrichtung Maschinenbau an der Technischen Universität (damals noch Hochschule) Wien im Jahr 1967 bei den Wiener Stadtwerken - Verkehrsbetrieben begonnen hatte, dann 1986 Technischer Vizedirektor und schließlich 1990 Chef der Wiener Linien wurde. Grois ist Mitglied (und zum Teil Vorsitzender) in zahlreichen einschlägigen Fachverbänden und Ausschüssen im Inland und im Ausland. Auch der Öffentlichen Wirtschaft ist er seit langem verbunden, so als Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen Österreichs (VKÖ), des Schwesterverbandes der österreichischen Dachorganisation der Öffentlichen Wirtschaft, des VÖWG. (Schluss) pz

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