Konzernvorstand: "Nur gesamthafte Lösung ist ein für die Zukunft tragfähiges Konzept"

Wien (OTS) - In der Diskussion über die Kündigung der Betriebsvereinbarung C 33 stellt Vorstandsvorsitzender Vagn Soerensen aktuell fest: "Wir waren und sind nach wie vor gesprächsbereit! Ich möchte aber klar festhalten, dass nur konkurrenzfähigere Produktionsbedingungen im Austrian Airlines Flugbetrieb und ein flexiblerer Einsatz unserer Produktionsmittel in den einzelnen Geschäftssparten die für eine erfolgreiche Zukunft notwendige gesamthafte Lösung bringen kann! Wir dürfen uns nicht davor scheuen, auch komplexere Problemstellungen anzugehen."

"Two Tier System" bringt erforderliche Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des AUA- Flugbetriebes

Die Einführung eines zweiten Gehaltsschemas für in Zukunft neu eintretende Austrian Airlines Piloten (Two Tier System) ist eine wesentliche Voraussetzung, um den Austrian Airlines Flugbetrieb auch in den kommenden Jahren konkurrenzfähig zu halten und ihm damit wiederum neue Wachstumsmöglichkeiten zu eröffnen. Finanzvorstand Mag. Thomas Kleibl stellt klar: "Eine zweite Gehaltstabelle dieser Art berührt in keinster Weise die individuellen Bedingungen und Gehälter bereits im Unternehmen tätiger Austrian Airlines Piloten und Flugbegleiter, sondern ist die Grundvoraussetzung für unsere erfolgreiche wirtschaftliche Ausrichtung und verbessert zudem die Karrieremöglichkeiten im Austrian Airlines Flugbetrieb!" Für die Gestaltung von noch immer attraktiven Bedingungen für zukünftige Austrian Airlines Piloten ist angesichts des bestehenden hohen Gehaltsniveaus ein breiter Spielraum gegeben (zur Orientierung: die Kosten eines Austrian Airlines Piloten sind im Durchschnitt rund doppelt so hoch, wie jene eines Lauda Air oder Tyrolean Airways Piloten). Zweite Gehaltstabellen wurden bereits 1995 für das kaufmännisch-technische Personal und für die Austrian Airlines Flugbegleiter im Konsens mit den Belegschaftsvertretern eingeführt. Bei den KollegInnen im Kabinendienst hat der Betriebsrat Bord seinerzeit bereits zugestimmt!

Flexiblerer Einsatz vorhandener Flugzeugkapazitäten zur Nutzung weiterer Marktchancen

Für den notwendigen Abbau speziell bei Lauda Air und Tyrolean Airways vorhandener Leerkapazitäten ist Flexibilität innerhalb der einzelnen Geschäftsfelder Voraussetzung. Die Betriebsvereinbarung C 33 verhinderte größtenteils den Einsatz am Boden stehender Flugzeuge bei den Tochtergesellschaften, weil ansonsten die dadurch pauschal garantierte Produktionsquote des Austrian Airlines Flugbetriebes unter 43 % gedrückt worden wäre. Da der Austrian Airlines Flugbetrieb derzeit ohnehin voll ausgelastet ist, hätte er keine Kapazitäten diese Flugzeuge zu betreiben. Vor diesem Hintergrund setzte der Vorstand den für eine weitere unbehinderte Entwicklung der einzelnen Geschäfsfelder notwendigen Schritt der vertragskonformen Kündigung der Betriebsvereinbarung C 33 (diese war erstmalig per Ende 2002 kündbar).

Mantel-Kollektivvertrag

Der vom Betriebsrat Bord in die Diskussion eingebrachte "Mantel-Kollektivvertrag" stellt die Vorstufe zu einem Konzernkollektivvertrag für die Flugbetriebe der Austrian Airlines Group dar, dessen Kostenniveau sich tendenziell in Richtung jenes des Austrian Airlines Flugbetriebes entwickeln würde. Marketingvorstand Dr. Josef E. Burger interpretiert vorausschauend: "Das ist der Beginn einer Kostenspirale mit Sog nach oben, der uns im internationalen Wettbewerb mit Sicherheit aus der Bahn wirft. Wir sind bereit, die Geschäftsfeldspezialisierung in der Austrian Airlines Group, unter der Voraussetzung der Einführung einer zweiten Gehaltstabelle für zukünftige Austrian Airlines Piloten, durch geeignete Vereinbarungen abzusichern. Der vorgeschlagene Mantel-Kollektivvertrag ist dafür keine Lösung!"

Produktionsverlagerungen

Zu den vom Betriebsrat Bord geschürten Befürchtungen, dass Flüge ausgelagert oder weniger qualifiziertes Personal eingestellt werden könnte, stellt der Gesamtvorstand unisono fest, dass Verlagerungen bestehender Produktionen nicht vorgesehen sind. Die weitere Expansion des Austrian Airlines Flugbetriebes setzt aber die Einführung eines Two Tier Systems (zweite Gehaltstabelle für in Zukunft neu eintretende Piloten) voraus.

Dem weiteren Wachstum von Lauda Air und Tyrolean Airways in ihren jeweiligen Geschäftsfeldern steht, nach Wegfall der Betriebsvereinbarung C 33 - ab 1.1.2004 - , nichts mehr im Wege. Dr. Walter Bock, Vorstand für Flugbetrieb, Technik und Bodendienste, zu den realitätsfremden Befürchtungen des Betriebsrates: "Die Austrian Airlines Group ist und bleibt ein Qualitätskonzern, der sein Personal nach höchsten Qualifikationskriterien auswählt. Dabei folgen wir selbstverständlich den strengen Auflagen der österreichischen Behörden. Die vom Betriebsrat befürchtete Anstellung von weniger qualifizierten Piloten, ganz egal welcher Herkunft, steht nicht zur Diskussion! Jegliches eventuelle zukünftige Engagement unsererseits im Billigflugsegment hätte nichts mit der Ausrichtung des Mainline-Konzerns zu tun - in der derzeitigen Diskussion geht es ausschließlich um die Gestaltung einer zukunfts- und wachstumsorientierten Architektur der Austrian Airlines Group!"

Wie vom Vorstandsteam mehrfach betont, steht das Management der Austrian Airlines Group weiterhin für konstruktive Gespräche zur Verfügung, mit dem Ziel, rasch eine gesamthafte und tragfähige Lösung für den Austrian Airlines Flugbetrieb und damit auch für die Ausrichtung des Gesamtkonzerns zu erzielen.

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