Onodi: Bei besseren Rahmenbedingungen auch mehr Zivildienstplätze

Soziale und karitative Einrichtungen könnten zusätzliche Zivildiener gut brauchen; relativ kurzfristig Hunderte neue Zivildienstplätze

St. Pölten, (SPI) - "Nicht ganz nachzuvollziehen ist Innenminister Ernst Strassers ‚Wehklagen' über zu wenig Zivildienstplätze. Es war ja schließlich der Innenminister selbst, der Zivildienstplätze strich und den Einsatz von Zivildienern massiv ‚verteuerte' und damit die ‚Wurzel des Übels' legte. Wenn die Rahmenbedingungen passen würden, könnte gerade jene Organisationen, die ohnehin mehr Zivildiener bräuchten, zusätzliche Plätze anbieten. Vielen Organisationen sind derzeit aber zusätzliche Zivildiener einfach zu teuer", so Niederösterreichs Gesundheitsreferentin LHStv. Heidemaria Onodi zum jüngsten "Strasser-Hilferuf".****

Die Budgetmittel für den Zivildienst wurden von dieser Bundesregierung nahezu um die Hälfte gekürzt. Gleichzeitig müssen die Zivildiener deutliche finanzielle Einbußen hinnehmen. Durch die Streichung der Essensbons schrumpft das Einkommen fast auf die Hälfte. Danach inszenierte Strasser ein sogenanntes "Sonderprogramm". Zivildienst-Trägerorganisationen können zusätzliche Zivildiener erhalten - zum Vollkostenersatz von nicht weniger als 763 Euro pro Monat. Eine wesentliche Änderung gab es auch im Einsatzfeld der Zivildiener. De facto werden nur noch Non-Profit-Organisationen oder Vereinigungen im sozialen- und Rettungsbereich versorgt. Gebietskörperschaften und Verwaltungen wurden die Zivildiener gestrichen.

"Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen, soziale Anlaufstellen, Beratungsstellen für Jugendliche oder ganz einfach Vereine für die Betreuung von Randgruppen in unserer Gesellschaft, die Hilfe brauchen - überall dort gäbe es genügend Bedarf für Zivildiener. Was fehlt sind die passenden politischen und finanziellen Rahmenbedingungen. Ernst Strassers Hilferuf tönt damit ins Leere. Die Misere, die er beklagt, hat er selbst angerichtet. Wenn er seine eigenen Kürzungen zurücknehmen und gleichzeitig im Budget des Bundes wieder mehr Mittel für den Zivildienst bereitgestellt würde, könnten relativ kurzfristig Hunderte zusätzliche Zivildienstplätze entstehen. Geld für Zivildiener von Organisationen zu nehmen, die ohnehin in großem Ausmaß über Spenden ihre Arbeit finanzieren, ist ohnedies moralisch mehr als fragwürdig", so Onodi abschließend.
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