Schi-Unfallversicherung per SMS

Für VKI nur ein Gag. Keine echte Unfallversicherung - nur Geld bei Gips

Wien (OTS) - Auch wenn`s mit dem Schnee noch in weiten Teilen Österreichs hapert - die Schi-Saison hat begonnen. Speziell für die jugendliche Zielgruppe und Familien bietet nunmehr Call direct, ein Tochterunternehmen der Uniqa, gemeinsam mit dem Mobilfunkbetreiber mobilkom austria eine Ski-Versicherung an. Das Spezielle daran: Der Vertrag wird per SMS abgeschlossen - geworben wird mit schnellem Abschluss und promptem Versicherungsschutz. Doch der Verein für Konsumenteninformation (VKI) warnt: Von einer echten Unfallversicherung kann keine Rede sein - die einzige Leistung ist eine einmalige Geldleistung von 1000 Euro, aber nur dann, wenn man nach einem Knochenbruch einen Gipsverband bekommt.

Die Anbieter der Versicherung sprechen von einem modernen Produkt, der VKI von einem Gag und irreführender Werbung: Auf die Schnelle können Einzelpersonen und Familien, auch noch direkt im Schigebiet, per SMS eine sogenannte Schi-Versicherung für drei oder zehn Tage abschließen. Kosten: je nach Variante von 2 bis 12 Euro. Das Prozedere: Ein leeres SMS wird an eine bestimmte Nummer geschickt, der Kunde erhält dann eine SMS mit den Angeboten, wählt aus und erhält ein Bestätigungs-SMS des Versicherers. Ab dann gilt der Versicherungschutz. Das Angebot ist nur A1-Vertragskunden zugänglich, die Abrechnung erfolgt per Handyrechnung.

"Das ist keine echte Unfallversicherung", ärgert sich Gabi Riener, Versicherungsexpertin im VKI, über die Werbemethoden, die Kunden in falscher Sicherheit wiegt für den Fall eines Unfalls vorgesorgt zu haben. Denn eine richtige Unfallsversicherung beinhaltet üblicherweise Leistungen für eine mögliche bleibende Invalidität. Das ist der springende Punkt, aber bei diesem Produkt nicht der Fall: Nur bei Knochenbrüchen mit anschließend verpasstem Gipsverband gibt`s eine einmalige Geldleistung von 1000 Euro.

"Nicht mehr als ein Trostzuckerl für Gips", urteilt Riener über dieses Produkt und rät Schifahrern zum Abschluss einer richtigen Unfallversicherung, die nicht nur für den Fall einer bleibenden Invalidität vorsorgt, sondern auch Leistungen für Unfallkosten, wie Bergekosten, enthält.

Auch der Vertriebsschiene SMS kann der VKI nichts Positives abgewinnen. Für Versicherungsprodukte ist sie völlig ungeeignet, denn dabei ist Beratung absolut notwendig. Auch wenn sich die Anbieter durch SMS einen innovativen Schub mit interessanten Zukunftsoptionen erwarten und bei Erfolg weitere Produkte planen: Der VKI rät zu ausführlicher Beratung und umfassenden Vergleichen.

Rückfragen & Kontakt:

VKI-Abteilung Finanzdienstleistungen
Gabi Riener
Tel.: 01/588 77-203

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