"Kleine Zeitung" Kommentar: "Fettnapf-Hüpfen" (von Ernst Heinrich)

Ausgabe vom 30.12.2002

Graz (OTS) - Kronprinz Charles, der Erstgeborene der Queen,
trampelt wieder einmal wie ein Elefant durch den royalen Porzellanladen. Denn obwohl ihm die Frau Mama dies ausdrücklich untersagt hatte, schwang sich der Prinz am Wochenende wieder einmal auf sein hohes Ross und hetzte ein paar Füchse zu Tode.

Damit noch nicht genug, wurd jetzt auch noch publik, dass just Charles, der bei jeder Gelegenheit fordert, gute Briten dürften nur britische Waren kaufen, bei seinem jüngsten Autokauf sehr unbritisch gehandelt hat: Seine neue Luxuskarosse ist kein englisches Auto, sondern stammt - that's shocking - aus deutschen Landen.

Um das Ärger-Häferl von Frau Mama vollends zum Überlaufen zu bringen, handelte sich der Prinz nun auch noch Ärger mit deren Premierminister ein, plädierte er ganz im Gegensatz zu Tony Blair in einem Interview doch unmissverständlich gegen den drohenden Irak-Krieg. Das hat prompt dazu geführt, dass der Kronprinz einen geplanten USA-Besuch absagen musste, weil er im "Weißen Haus" derzeit "nicht erwünscht" ist.

Keine Frage: Gäbe es eine WM im Fettnapf-Hüpfen, hätte ein blaublütiger Brite namens Charles Siegeschancen. ****

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