Schwarzböck: Tiergesundheitsdienst bietet mehr Transparenz und Sicherheit für Konsumenten

Interessenvertretungen der Bauern und Tierärzte unterzeichneten TGD-Vereinbarung

Wien (AIZ) - Mit der Unterzeichnung der Tiergesundheitsdienst-Vereinbarung zwischen den Vertretern der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern und der Österreichischen Tierärztekammer wurde vor Jahresende die Zusammenarbeit zwischen Tierärzten und Landwirten noch vertraglich fixiert. Bestandteil der Vereinbarung zwischen beiden Interessenvertretungen ist ein ermäßigter Tarif nach Honorarordnung sowie ein Leistungspaket, das in den nächsten Monaten für die Tierhalter und Tierärzte im Sinne praktikabler Betreuungsverhältnisse im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes erbracht werden soll. "Wir haben damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung des bundesweiten Tiergesundheitsdienstes gesetzt, der den heimischen Konsumenten höchste Lebensmittelqualität und Transparenz und Sicherheit garantiert", betont Rudolf Schwarzböck, Vorsitzender der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern.

Im Vordergrund dieser Vereinbarung stehe die umfassende Bestandsbetreuung und Ausschöpfung vorbeugender Maßnahmen zur Minimierung haltungsbedingter Krankheiten, zur Vermeidung von Arzneimitteleinsatz beziehungsweise Arzneimittelrückständen und zur Verbesserung der Erfolgsparameter im Tier haltenden Betrieb. "Die Anforderungen hinsichtlich Haltung, Fütterung, Hygiene und Nachvollziehbarkeit werden durch die EU-Lebensmittelhygiene-Verordnung künftig noch ansteigen und daher ist für Tier haltende Betriebe die Mitgliedschaft beim Tiergesundheitsdienst von großer Bedeutung, denn damit erhalten sie eine gute Unterstützung bei der Erfüllung dieser Vorgaben", unterstreicht Schwarzböck.

Mehr Rechtssicherheit

Die Teilnahme beim Tiergesundheitsdienst bietet für Tierhalter und Tierarzt nicht nur eine bessere Rechtssicherheit, sondern auch die Möglichkeit der Umsetzung von Gesundheitsprogrammen in bäuerlichen Betrieben. Die Vorteile dieses Betreuungsmodells in Sachen Tiergesundheit kommen der klein strukturierten Viehwirtschaft ebenso zugute als den größeren Betrieben. Voraussetzung für die Teilnahme beim Tiergesundheitsdienst ist der Abschluss eines Betreuungsvertrags zwischen Tierarzt und Tierhalter. Pro Jahr sind ein bis zu sechs Betriebserhebungen vorgesehen, gestaffelt nach Größe und Tierkategorie.

"Die österreichischen Tierhalter haben in den letzten Jahren bei allen Krisen und Verunsicherungen in der Lebensmittelproduktion ihr hohes Qualitätsniveau unter Beweis gestellt. Mit der flächendeckenden Einführung dieses freiwilligen Dienstes auf Bundesebene und der Einbindung der Länder wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Bauern und Tierärzten künftig noch intensivieren und gleichzeitig Transparenz, Sicherheit und Glaubwürdigkeit bei der Lebensmittelerzeugung verbessern. Mit einem überzeugenden Leistungspaket, unterstützt von Bund und der Länder und einem entsprechenden Bildungsangebot über die ländlichen Fortbildungsinstitute in den Ländern wollen wir eine flächendeckende Teilnahme aller Tierhalter erreichen", so Schwarzböck.
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