ÖAMTC: Wenn das Auto liegen bleibt, hapert es im Winter oft an etwas anderem als im Sommer

Pannenstatistik nach Jahreszeiten - Zwölf Monate stark im Einsatz

Wien (ÖAMTC-Presse) - War das Auto im Sommer noch groß in Form, beginnt es bei den frostigen Temperaturen richtig zickig zu werden. Im Winter hat die Pannenhilfe des ÖAMTC Hochsaison. Je kälter es ist, desto mehr Arbeit wartet auf die 'Gelben Engel'. Dann wird leeren Batterien, vereisten Türen und Schlössern der Kampf angesagt. Im Dezember dieses Jahres gab es über 70.000 Anforderungen österreichweit. Wer nun aber meint, im Sommer hätten die Pannenfahrer nichts zu tun, der irrt gewaltig: Immerhin 52.000 Anforderungen bei der ÖAMTC-Pannenhilfe gab es auch im August 2002. Insgesamt war der Club auch dieses Jahr über 600.000 Mal auf Österreichs Straßen im Einsatz.

Woran es im Winter hapert, warum die Autos im Sommer liegen bleiben - dem ging Gerhard Samek von der ÖAMTC-Pannenhilfe auf den Grund. Eine Hitliste der ÖAMTC-Pannenhilfsdienste "im Jahreskreis":

Auf Platz eins der "Winter-Charts" ist die Starthilfe. Zwei Drittel aller Pannenhilfsdienste in der kalten Jahrezeit entfallen auf Batterie, Elektrik und Zündung. Große Schwierigkeiten bereiten auch eingefrorene Schlösser und Türen: Diese fordern in rund acht Prozent der Fälle die ÖAMTC-Pannenfahrer. Gleich dahinter reihen sich Probleme mit der Kraftstoffanlage (7,5 Prozent der Fälle) und mit dem Motor (sechs Prozent). An den ersten richtig kalten Tagen im Dezember - dem sogenannten "Eisstoß" - schnellten auch heuer die Einsatzzahlen in die Höhe. Allein am 9. Dezember wurde österreichweit 5321 Mal Pannenhilfe geleistet, das ist vier Mal so oft wie an einem Tag mit Normalbetrieb. "Alles, was Räder hatte, war unterwegs. Obwohl die ÖAMTC-Pannenhilfe für solche Extremfälle besonders gut gerüstet ist, können die 'Gelben Engel' aber nicht überall gleichzeitig sein. Bei längeren Wartezeiten gibt es von Seiten der Mitglieder meistens großes Verständnis", weiß Samek aus dem Pannenfahrer-Alltag zu berichten.

Wenn die Temperaturen langsam wieder steigen, sinken die Einsatzzahlen der ÖAMTC-Pannenhilfe. Die Belastungen fürs Auto sind im Frühling nicht außergewöhnlich hoch. Pro Monat gibt es zwischen 40.000 und 45.000 Anforderungen an die Pannenhilfe, das ist sozusagen "Business as usual".

Sengende Hitze und kilometerlanger Stop-and-Go-Verkehr auf dem Weg in den Sommer-Urlaub. Diese Strapazen werden nicht nur den Fahrern, sondern auch so manchem Fahrzeug zuviel. Hier die Sommer-Hits der ÖAMTC-Pannenhilfe: In rund der Hälfte aller Einsätze haben es die Pannenfahrer wiederum mit leeren Batterien und defekter Elektrik zu tun. In zehn Prozent aller Fälle ist der (überhitzte) Motor schuld an einer Panne, ebenso oft kommt es zu Problemen mit Schlüssel, Schlössern und Wegfahrsperre. Neun Prozent der sommerlichen Pannen sind auf Probleme mit dem Kühlsystem zurückzuführen.

Bevor Väterchen Frost wieder ins Land zieht, kommt noch der Herbst. Durchschnittlich 45.000 Anforderungen langen pro Herbst-Monat bei der Pannenhilfe des Clubs ein. "Das ist Alltagsgeschäft, meist ohne außerordentliche Belastungen", so Gerhard Samek vom ÖAMTC. Aber die Pannenfahrer sind bereits gerüstet für den nächsten Eisstoß. Kaum sinken die Temperaturen deutlich unter Null, geht der winterliche Stress wieder los. Somit schließt sich der Jahreskreis.

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