"Neues Volksblatt" Kommentar: "Reformen" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 27. Dezember 2002

Linz (OTS) - =

Nach den Feiertagen geht es in den
Regierungsverhandlungen um das Eingemachte, sagt Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer, Mitglied des ÖVP-Verhandlungsteams.
Gemeint sind mit dem Eingemachten die Reformen, die von der künftigen Regierung in Angriff genommen werden müssen, sollen unsere Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Pensionssysteme auf Dauer finanzierbar bleiben.
Hoffentlich nutzen jene Politikerinnen und Politiker, die uns vor der Wahl einreden wollten, es könne alles so weiter gehen wie bisher, die Auszeit über die Feiertage zum Nachdenken. Und vielleicht hilft ihnen beim Nachdenken die Erfahrung, dass nicht sie die Wahl gewonnen haben, sondern jene, die ihren Reformwillen - auch mit unangenehmen Maßnahmen - unter Beweis gestellt haben.
Die Österreicher haben bei der Nationalratswahl im November nicht den einfachen und bequemen - aber kurzsichtigen und kurzfristigen! - Weg gewählt, sondern sie haben aus der Erkenntnis die Konsequenz gezogen, dass sich etwas ändern muss, wenn sich die Bevölkerungspyramide vom breiten Sockel auf die Spitze dreht.
Den potenziellen Koalitionspartnern der ÖVP sollte dieser Realitätssinn der Österreicher, der im Wahlsieg der Volkspartei seinen Niederschlag gefunden hat, Mut machen. Mut zu Reformen!

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
volksblatt@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001