Brauner: Dank an engagierte MitarbeiterInnen aller Hilfsorganisationen

Strassers Asylpolitik unmenschlich gegenüber Flüchtlingen, verantwortungslos gegenüber einheimischen Bevölkerung

Wien (OTS) - "Niemand ist freiwillig Flüchtling. Die meisten von ihnen mussten Furchtbares durchstehen, um in ein sicheres Land wie Österreich zu gelangen. Deshalb freut es mich doppelt, wenn wir den Kindern, die endlich ein Weihnachten in Frieden erleben können, mit einigen Geschenken eine Freude bereiten können", stellte Wiens Integrationsstadträtin Mag. Renate Brauner in einer gemeinsamen Weihnachtsinitiative mit Vizebürgermeisterin Grete Laska anlässlich eines Besuchs der Kinder-Weihnachtsfeier im Caritas-Flüchtlingsheim in der Robert-Hamerlingasse im 15. Bezirk fest.****

Da die knapp 30 Kinder in diesem Caritas-Heim - sie stammen aus Staaten wie Georgien, Nigeria, Kosovo und Armenien - gerne schwimmen, brachte die Stadträtin Schwimmutensilien wie Schwimmflügel, Schwimmbälle, Schwimmbrillen und Schwimmhauben gemeinsam mit Gutscheinen für Besuche im Jörger Bad und im Stadthallen-Bad mit. Einen ganz besonderen Dank richtete die Stadträtin dabei an Stefan Hawla, der stellvertretend für die Firma ARWAG den Kindern ihren sehnlichsten Wunsch erfüllte und eine Schaukel für den Hof als Geschenk brachte.

Schnellere und faire Asylverfahren ja, aber "Ausschließungsgründe von vorhinein" à la Strasser nein

Kritik übte Brauner in diesem Zusammenhang an Innenminister Strasser, der durch die neue Asyl-Richtlinie, die seit 1. Oktober in Kraft ist, Menschen aus Nationen wie Irak, Nigeria oder Mazedonien von vornherein aus der Bundesbetreuung ausschließt und Hunderte Menschen - darunter Alte, Schwangere und Kinder - über Nacht aus dem Lager in Traiskirchen entließ und auf die Strasse stellte. "All diese Menschen haben einen Anspruch auf ein faires Verfahren. Dies ist angesichts der Asylpolitik des Innenministers nicht mehr möglich. Denn wie sollen etwa all jene, die völlig unerwartet des Nachts auf die Strasse geschmissen wurden, ohne eine fixe Adresse einen Bescheid zugestellt bekommen?", so die Stadträtin.

"Strassers Handeln ist doppelt zu verurteilen: Einerseits handelt er unmenschlich gegenüber den Betroffen, aber auch verantwortungslos gegenüber der einheimischen Bevölkerung. Denn wie man auch hier in diesem Caritas-Heim sieht, können die Flüchtlinge, die von Strasser des Lagers verwiesen wurden, nicht von einen Tag auf den anderen in ein Tausende Kilometer entferntes Land, etwa in Afrika, heimkehren", stellte Brauner klar. Es könne in niemandes Interesse sein, wenn die Flüchtlinge nun unversorgt in Österreich auf der Strasse stehen.

Ihr Dank gelte deshalb in diesen Tagen ganz besonders den zahlreichen engagierten HelferInnen aller Hilfsorganisationen, die es auf tolle Art und Weise geschafft haben, ein freudestrahlendes Funkeln in die Augen der Kinder zu zaubern, so Brauner abschließend. (Schluss) sl

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