- 20.12.2002, 11:46:30
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Ökostrom: Faser- und Spanplattenindustrie hält neue VO für katastrophal
Döry: "Folgen der Einspeistarifverordnung unabsehbar - Investitionen der letzten Jahre in Frage gestellt
Wien (PWK931) Die österreichische Faser- und Spanplattenindustrie
hält die vom Wirtschaftsministerium angekündigte VO über
Einspeistarife für inakzeptabel. Durch die Festlegung der Tarife
werde ein sensibler Rohstoffmarkt künstlich zum Nachteil der
stofflichen Verwertung von Holz wesentlich verzerrt werden. "Dies
wird die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Plattenindustrie
am Standort Österreich gefährden. Die Festlegung von Tarifen bis zu
16 Cent/kWh ist vollkommen unverständlich und industriepolitisch
kontraproduktiv", so Laszlo Döry, Sprecher der österreichischen
Plattenindustrie.
Die Faser- und Spanplattenindustrie hat in den letzten Jahren in
Österreich Investitionen im Volumen von annähernd 360 Mio Euro
getätigt. Dazu Michael Egger, Firma Egger: "Wir haben in Österreich
investiert, im Vertrauen auf kalkulierbare Rahmenbedingungen. Mit der
Absicht, eine derartige VO in Kraft zu setzen, ist dieses Vertrauen
in den Standort Österreich mit einem Schlag zunichte gemacht."
Die Plattenindustrie sorgt mit ihren neun Standorten in Österreich
für ein beachtliches volkswirtschaftliches Wertschöpfungspotential.
Durch eine Exportquote von über 80 % wird ein
Aussenhandelsbilanzüberschuss von über 400 Mio Euro erzielt. Dir.
Bechtold (Fa. Kaindl): "Auch mit Berücksichtigung der 4
%-Zielerreichung sollte im Holzland Österreich der stofflichen
Verwertung des wertvollen Rohstoffes Holz vor der Verbrennung der
Vorzug gegeben werden. Es müsste doch unser Ziel sein, aus diesem
Rohstoff ein Maximum an Wertschöpfung zu erzielen."
Insgesamt zeigt sich die österreichische Plattenindustrie enttäuscht,
dass offenbar wirtschafts- und industriepolitische Argumente und
Zielsetzungen im derzeitigen politischen Umfeld kein Gehör finden."
Es ist besorgniserregend, dass drei Bundesminister sowie die neun
Landeshauptleute mit der Einigung auf eine derartige VO sämtliche
Argumente der Gesamtindustrie aber auch der Plattenindustrie nicht
entsprechend berücksichtigt haben", betont Döry in einer
Stellungnahme. (hp)
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich
Dr. Heribert Purtscher
Tel.: 01/50105/4363
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