Wunschliste an das Christkind

Die Fakultätsvertretung Geistes- und Kulturwissenschaften erstellt eine Mängel-Liste

Wien (OTS) - Nachdem sich Bildungsministerin Elisabeth Gehrer
nicht mehr für die Anliegen der Studierenden interessiert, wendet sich die Fakultätsvertretung Geistes- und Kulturwissenschaften (GeWi) der Uni Wien nun an das Christkind. Der Brief ist erwartungsgemäß lang.

"Viele Lehrveranstaltungen sind seit Jahren auf Herbergssuche, aber das kann die Bildungsministerin ja nicht wissen, wenn sie nur der Wahlkampf auf die Uni bringt", so Anja Brunner vom Vorsitzenden-Team der Fakultätsvertretung. "Unser massivstes Problem als Fakultät der Sprachen haben wir in unseren Sprachübungen. Dort sitzen oft 50 Studierende in einem Kurs, was das Erlernen einer Sprache unmöglich macht. Dabei sind jene noch nicht einmal erwähnt, die darüber hinaus von den Kursen abgewiesen werden mussten", so Brunner.

"Neben mehr Budget für Lehrveranstaltungen, vor allem auf der Romanistik, Komparatistik, Germanistik und Anglistik wünschen sich die Kunstgeschichte eine bessere Zusammenarbeit mit den Lehrenden, die Germanistik einen funktionierenden Behinderten-Lift, die Judaistik eine bessere Infrastruktur, vor allem mehr PCs, die klassische Philologie endlich einen Aufenthaltsraum für Studierende, die Geschichte mehr Bibliothekspersonal und die Komparatistik wünscht sich überhaupt erst einmal eineN BibliothekarIn sowie einen Katalogcomputer", liest Brunner aus dem Brief vor.

"Allgemein wollen wir, dass es auch im 2. Abschnitt ein vielfältiges Lehrangebot gibt, das vor allem auch gender studies beinhaltet. Den Campus sowie die Hauptuni hätten wir gerne studierendenfreundlicher, etwa statt teuren Lokalen StudentInnenbeisel und Mensen sowie Aufenthaltsräume. Wir wollen eine schnelle Nachbesetzung offener Stellen, Freifahrt für Studierende, eine behindertengerechte Uni, die Rücknahme der Studiengebühren sowie des Universitätsgesetzes 2002", so Brunner.

"Und liebes Christkind, wenn es irgendwie möglich ist, dann lass weder Gehrer noch Graf noch Brinek je wieder Bildungspolitik in diesem Land machen. Wünschen dürfen wir uns das ja", so Brunner abschließend.

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