AK-Tipp: So kommen Unfallrentner wieder zu ihrem Geld

Wien (AK) - Die AK hat in der letzten Zeit viele Unfallrentner beraten und dabei unterstützt, gegen die ungerechte Unfallrentenbesteuerung mit rechtlichen Mitteln vorzugehen. Jetzt nach der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes hilft die AK den Betroffenen dabei ihr Geld wieder zurück zu bekommen. Da aber bislang noch nicht alle Fragen geklärt sind, hat die AK auch ein Info-Telefon eingerichtet. Unter der Nummer 01/50165/207 können sich die Betroffenen auf dem Laufenden halten. Nach dem Erkenntnis des Gerichtshofes lebt die Unfallrentenbesteuerung 2003 im bisherigen Umfang wieder auf, um Ende 2003 schließlich außer Kraft zu treten. Eine unverständliche Entscheidung für die AK Experten. Die AK fordert von der Bundesregierung eine endgültige Aufhebungung dieser unsozialen Regelung.

So kommen Unfallrentner wieder zu ihrem Geld
Für das Jahr 2001
+ Ist das Verfahren rund um die Steuererklärung für das 2001 noch nicht rechtskräftig abgeschlossen, muss die Steuerfreiheit der Unfallrente vom Finanzamt ab Kundmachung des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofes berücksichtigt werden. Das gilt nicht nur für jene, die eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof gegen die Unfallrentenbesteuerung eingebracht haben, sondern auch für jene, die noch keinen rechtskräftigen Einkommensteuerbescheid 2001 haben.
+ Jene Unfallrentenbezieher, die noch keine Arbeitnehmerveranlagung 2001 beantragt haben, sollten dies jetzt umgehend tun. Eine Steuer auf die Unfallrente wird nicht mehr vorgeschrieben. Desgleichen sollten Unfallrentner, die noch eine Berufungsmöglichkeit gegen den Einkommensteuerbescheid 2001 haben, umgehend gegen die Vorschreibung berufen.
+ Für alle, die bereits einen rechtskräftigen Einkommensteuerbescheid 2001 haben, besteht nach Rechtsmeinung der AK die Möglichkeit der Wiederaufnahme. Die näheren Details werden noch mit dem Finanzministerium verhandelt. Über das Ergebnis der Verhandlungen wird die AK informieren.
+ Wer bereits eine Erstattung aus dem Härteausgleichsfonds erhalten hat, muss das bei der Einkommensteuerveranlagung berücksichtigen. Wie das geschehen muss ist ebenfalls noch offen.

Für das Jahr 2002
+ Allen, die im Jahr 2002 einen Lohnsteuerabzug hatten, ist zu raten, im kommenden Jahr umgehend die Arbeitnehmerveranlagung 2002 zu beantragen. Sie werden so die bezahlte Lohnsteuer refundiert erhalten.

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Presse
Katja Robotka
Tel.: (++43-1) 501 65-2331
katja.robotka@akwien.at
http://www.akwien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0002