45 Vorziehprofessuren im Rahmen der Schwerpunktsetzung genehmigt

Profilentwicklung an den Universitäten voll angelaufen. Gehrer: "Große Chance für Nachwuchswissenschafter"

Wien (OTS) - Die Attraktivität einer Universität wird in Zukunft verstärkt von der Qualität des Angebots abhängig sein. Moderne und attraktive Schwerpunkte und ein klares Profil schaffen hier Wettbewerbsvorteile. Das neue Universitätsgesetz hat die großen Herausforderungen, vor denen die Universitäten der Zukunft stehen, berücksichtigt. Mit der neuen Selbstständigkeit erhalten sie die Möglichkeit, ein eigenes Profil zu entwickeln und Schwerpunkte zu setzen. Neben einem neuen flexiblen Dienstrecht wurden zur Unterstützung der Schwerpunktsetzung an den Universitäten die "Vorziehprofessuren" erarbeitet. Da die Bildung neuer Schwerpunkte nicht immer mit bestehenden Ressourcen gemeistert werden kann, erhalten die Universitäten zusätzliche Mittel für Professuren in den Bereichen der zukünftigen Schwerpunkte.

Bis zum Ende der Antragsfrist am 31.10.2002 haben die Universitäten 145 Anträge für Professorenstellen eingereicht, davon wurden von einer international besetzten Jury 45 Anträge genehmigt. Bis zu drei Jahre werden diese Stellen aus den Mitteln des Rates für Forschung und Technologieentwicklung gezahlt, für die Folgefinanzierung sind die Universitäten verantwortlich. "Die Vorziehprofessur ist eine große Chance für bestens qualifizierte Universitätsangehörige, welche noch keine Professur haben. Insbesondere für den so genannten 'Mittelbau' eröffnen sich damit neue Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten", erklärte heute Bildungsministerin Elisabeth Gehrer Insgesamt stehen für dieses Projekt 21,8 Mio. Euro zur Verfügung

Die international besetzte Jury betonte, dass die 45 zur Finanzierung empfohlenen Anträge hervorragende Beispiele für Profilentwicklung und Nachwuchsförderung darstellen. Sie zeigen deutlich, dass ein derartiges Programm nicht nur Anreize schafft, sondern auch für die Universitätsforschung und die universitäre Lehre wichtige Impulse gibt. "Das Programm der Vorziehprofessuren ist vorbildlich. Eine zweite Runde wird die Vorzüge noch besser zur Geltung bringen können. Gratulation an Österreich für dieses Programm", kommentierte Prof. Wolfgang Frühwald, Präsident der Alexander-von-Humboldt-Stiftung die Juryentscheidung.

Besonders gute Anträge wurden von der neuen Medizinischen Universität in Wien und der Universität für Bodenkultur in Wien gestellt, was in der Zuerkennung von acht bzw. fünf neuen Professuren seinen Niederschlag fand. "Man sieht am Ergebnis der ersten Antragsrunde sehr deutlich, welche Universitäten sich bereits intensiv mit dem Thema Schwerpunktbildung auseinander setzen und die Chance der Vorziehprofessuren erkennen und nutzen", so Gehrer. "Dass eine Universität wie die BOKU eine gemessen an ihrer Größe eine überdurchschnittliche Zahl an Vorziehprofessuren zuerkannt bekommen hat, ist auf die engagierten Arbeiten im Zuge der Profilentwicklung zurückzuführen."

Gehrer dankte den Mitgliedern der Jury und bestätigte die Fortsetzung des Programms: "Weil mit der Genehmigung der vorliegenden 45 Anträge nicht die gesamten Budgetmittel erschöpft sind, wird es eine zweite Antragsrunde geben. Diese wird noch im Frühjahr 2003 ausgeschrieben. Ich lade alle Universitäten ein, diese Chance auf zusätzliche Mittel zur Schwerpunktbildung zu nützen und die Leistungsfähigkeit und Qualität in Forschung und Lehre weiter zu steigern, um im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen können.", erklärte Gehrer abschließend.

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