FP-Trammer: Wiener Hochhauskonzept als Sicherheitsfalle

§ 69 der Wiener Bauordnung entscheidet über Leben und Tod!

Wien, 19-12-2002 (fpd) - Schwere Versäumnisse bei der Gesetzesänderung der Wiener Bauordnung im letzten Landtag wirft LAbg. Heike Trammer den verantwortlichen Stadträten Faymann und Schicker vor.****

Im Wiener Hochhauskonzept sind Bauführungen bis zu einer Gesamthöhe von 35 Metern im Rahmen des bestehenden Gestaltungsspielraumes nicht mehr als eigentliche Hochhäuser zu betrachten. Als gefährliche Drohung und als einen Anschlag auf die Sicherheit der Wiener Bürger sieht Trammer diesen Passus im bereits beschlossenen Hochhauskonzept.

Trammer weist darauf hin, daß ab einer Gebäudehöhe von 26 Metern besondere Sicherheitsbestimmungen gelten ( u.a. zwei Stiegenhäuser, davon ein Sicherheitsstiege innen oder außen, spezielle Liftanlagen u.v.m.) Derzeit ist es möglich, im Rahmen des Hochhauskonzeptes und mit Hilfe des § 69 alle 26m-Bauten (Bauklasse V) locker auf 35m zu erhöhen. Alle geltenden Sicherheitsbestimmungen würden somit außer Kraft gesetzt, warnt Trammer.

Daher ist eine willkürliche Erhöhung der Gebäudehöhe unbedingt zu unterlassen!
"Es ist bezeichnend, daß wieder einmal der § 69 bei der Gesetzesänderung unangetastet bleibt und bereits fahrlässige Ausmaße annimmt, wie dieses Beispiel zeigt", kritisiert LAbg. Heike Trammer. Erwiesenermaßen ist in allen Ländern, die kein derartiges Sicherheitsnetz haben, die Todesrate im Brandfall extrem hoch!

Trammer forderte abschließend, in der kommenden Bauordnungsnovelle derartige nachträgliche Höhenentwicklungen über den §69 hinaus gesetzlich zu unterbinden und die Sicherheitsbestimmungen in der Bauordnung festzuschreiben! (Schluß) jen

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