EHAC-Soforthilfe für verunglückte Retter

Europas Luftrettungsorganisationen gründen Hilfsfond

Wien (ÖAMTC-Presse) - Retter, die bei einem Luftrettungseinsatz verunglücken, wird künftig sofort geholfen. Darauf haben sich die Leiter der europäischen Luftrettungsorganisationen beim EHAC-Treffen in Wien geeinigt. ÖAMTC-Flugrettungschef Kurt Noé-Nordberg: "Wir werden eine Stiftung gründen, die nach einem Unfall zumindest die materielle Not bis zum Einsetzen der Versicherungsleistungen lindert." Finanziert wird die Stiftung durch Zahlungen der einzelnen Mitglieder der EHAC. Nordberg: "Nach jedem unfallfreien Jahr zahlt die jeweilige Luftrettungsorganisation je nach Hubschrauberzahl in den Fond ein." Anlass für die Initiative waren die beiden tragischen Unfälle in Berlin und in Vorarlberg, bei denen drei Menschen ums Leben kamen. Nordberg: "Trotz aller gesetzlich vorgeschriebenen und selbst auferlegten Qualitätskriterien ist die Luftrettung gefährlich. Oft müssen die Flugretter bis an die Grenzen gehen, um einen verletzten Mitmenschen zu retten."

Ein weiterer Schwerpunkt bei der diesjährigen EHAC-Sitzung beim ÖAMTC in Wien, an der Vertreter von acht europäischen Luftrettungsorganisationen teilgenommen haben, war ein Seminar über europaweit einheitliche Qualitätskriterien. Bei der gleichzeitig veranstalteten AirMed-Network-Tagung wurde vor allem ein neues Trainingszentrum für die Hubschrauberpiloten befürwortet.

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ÖAMTC-Pressestelle/Manfred Pfnier

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