Pittermann präsentiert Wiener Gesundheitsbericht 2002

Bekämpfung von Herz-Kreislauferkrankungen bleibt Schwerpunkt der kommenden Jahre

Wien (OTS) - "Herz-Kreislauferkrankungen sind die Todesursache Nummer eins in Wien", führt Stadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann anlässlich der Präsentation des Wiener Gesundheitsberichtes aus. Zwar ist die Sterblichkeit erfreulicherweise gesunken, weil die Erkrankungen des Herz-Kreislauf Systems sowie bösartige Neubildungen - vor allem der Verdauungsorgane - abgenommen haben. Immer noch ist die Hälfte der Todesfälle in unserer Stadt aber auf Herz-Kreislauferkrankungen rückführbar. "Die Gesundheitsförderungsinitiative <Ein Herz für Wien> wird daher auch in den nächsten Jahren aktiv weitergeführt", betont Pittermann.

Handlungsfeld: Lungenkrebs bei Frauen

Ein besonderes Anliegen ist Pittermann weiters die Bekämpfung von Lungenkrebs - vor allem bei Frauen. "Ich werde auch in Zukunft bei den verschiedensten Anlässen die Schädlichkeit des Rauchens thematisieren und so versuchen, das Bewusstsein der Bevölkerung in diesem Bereich zu schärfen und eine Verhaltensänderung zu bewirken", betont Pittermann. Die Zahlen des Gesundheitsberichtes belegen, dass RaucherInnen eine erhöhte Mortalität und Morbidität, insbesondere von chronischen Krankheiten (vor allem Krebs) aufweisen. Nicht nur der Lungenkrebs, sondern auch Krebserkrankungen im Bereich des Kehlkopfes, der Lippe, der Mundhöhle und des Rachens, aber auch Blasenkrebs und andere Krebserkrankungen stehen in engem Zusammenhang mit dem Rauchverhalten.

Bei anderen Krebsneuerkrankungen - vor allem bei Magenkrebs, Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs, männlichem Lungenkrebs und Darmkrebs - ist ein rückläufiger Trend ablesbar.****

Handlungsfeld: HIV-Neuinfektionen

Besorgniserregend stuft Pittermann die fortgesetzte Zunahme von HIV-Infektionen ein. "Vor allem die zunehmende Übertragung von HIV durch heterosexuelle Kontakte möchte ich der Wiener Bevölkerung verstärkt bewusst machen", betont Pittermann die Notwendigkeit, die AIDS-Aufklärung zielgruppenorientiert weiter zu entwickeln.

"Der vorliegende Gesundheitsbericht ermöglicht uns eine Identifizierung von Problemfeldern und bildet daher die Grundlage für gezielte gesundheitspolitische Interventionen sowie präventive Maßnahmen oder Initiativen zur Gesundheitsförderung in den kommenden Jahren", betont Pittermann.

Der Wiener Gesundheitsbericht 2002 beinhaltet wichtige und aktuelle Kerndaten aus den Bereichen Demographie, Lebenserwartung und Mortalität, Epidemiologie, Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie Gesundheitsvorsorge. Einen besonderen Schwerpunkt des diesjährigen Berichtes bilden Krebserkrankungen und Krebssterblichkeit, unter besonderer Berücksichtigung des Zusammenhanges mit dem Rauchverhalten.

Der Wiener Gesundheitsbericht 2002 ist im Internet unter
http://www.wien.gv.at/who/berichte/index.htm abrufbar bzw. in
Papierform kostenlos zu bestellen unter: bar@bgf.magwien.gv.at . (Schluss) rog

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