AK Test: Supermärkte drehen wieder an Preisschraube nach oben

Mehr Preiskontrollen durch Wirtschaftsministerium nötig

Wien (AK) - Mehr als zwei Drittel der untersuchten Super- und Drogeriemärkte haben an der Preisschraube gedreht. Zum Teil sind die Verteuerungen saftig ausgefallen. Das zeigt der regelmäßige AK Warenkorbtest in 13 Wiener Super- und Drogeriemärkten. Die Ergebnisse erfordern wirksamere Preiskontrollen durch das Wirtschaftsministerium, verlangt AK Konsumentenschützer Harald Glatz.

Daher muss das Wirtschftsministerium die Preise künftig besser und mehr als bisher kontrollieren. Die Ergebnisse des AK Tests zeigen, wie nötig das ist. Die Konsumenten brauchen Sicherheit. Die AK wird jedenfalls auch genau weiter kontrollieren, wie sich die Preise entwickeln, sagt Glatz.

Die AK Erhebung ergab: Bis auf Mondo, Magnet und Spar, die die Preise für den untersuchten Warenkorb gesenkt haben, haben alle Märkte innerhalb von fünf Monaten die Preise angehoben - zum Teil kräftig: Zielpunkt um durchschnittlich 7,50 Prozent, Merkur um durchschnittlich 6,5 Prozent, DM um durchschnittlich 5,60 Prozent, Bipa um durchschnittlich 4,7 Prozent sowie Lidl um durchschnittlich 4,2 Prozent.
Zur Erinnerung die Ergebnisse der regelmäßigen AK Untersuchungen:
Seit der Einführung des Eurobargeldes im heurigen Jänner gab es kaum Preissteigerungen in den Super- und Drogeriemärkten. Ein Großteil der untersuchten Super- und Drogeriemärkte hat sogar die Preise gesenkt. Bereits im Mai hatte jeder zweite Super- bzw Drogeriemarkt die Preise für den untersuchten Warenkorb teils deutlich angehoben.

Ein Vergleich von Oktober 2001 (Einführung der doppelten Preisangabe) auf Oktober 2002 zeigt: Die Preise aller untersuchten Super- und Drogeriemärkte stiegen in diesem Vergleichszeitraum im Schnitt um 0,97 Prozent. Innerhalb dieses Jahres hat mehr als die Hälfte der untersuchten Lebensmittel- und Drogeriewarenketten die Preise also moderat erhöht, aber es gab auch einige Ausreißer:
Contra/Adeg hoben die Preise für den untersuchten Warenkorb um durchschnittlich 6,6 Prozent an, Zielpunkt um durchschnittlich 6,1 Prozent und Bipa um durchschnittlich 3,9 Prozent.

Die AK-Konsumentenschützer überprüfen regelmäßig die Preise von Lebensmitteln und Drogeriewaren in Super- und Drogeriemärkten. Der Warenkorb besteht aus bis zu 64 Produkten (zB Gebäck, Kaffee, Tee, Milchprodukte, Wurst, Gewürze, Süßigkeiten, Getränke, Babynahrung, Körperpflegemittel, Haushaltsreiniger, Dauerwaren und Tierfutter). Überprüft wurden im Oktober in 13 Super- und Drogeriemärkten in Wien - Mondo, Contra-Adeg, Schlecker, DM, Zielpunkt, Billa, Magnet, Merkur, Interspar, Spar, Hofer, Lidl und Bipa.

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