"Netz der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wird enger"

LH Sausgruber: Zwölf neue Interreg IIIA-Projekte erhalten über 1,8 Millionen Euro EU-Fördermittel

Bregenz (VLK) - Zwölf neue grenzüberschreitende Projekte in
den Bereichen wirtschaftliche Entwicklung, Bildung, Umwelt-
und Naturschutz, Landwirtschaft und Netzwerkbildung
erhalten im Rahmen des Interreg IIIA-Programms "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein" eine Förderung mit einem Gesamtvolumen
von über fünf Millionen Euro. Diese Entscheidung des
international besetzten Lenkungsausschusses gab heute,
Donnerstag, Landeshauptmann Herbert Sausgruber bekannt.
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Die Fördermittel setzen sich zusammen aus 1,8 Millionen
Euro von der Europäischen Union, parallel dazu beteiligt
sich der Schweizer Bund mit rund 510.000 Euro und das
Fürstentum Liechtenstein steuert anteilsmäßig rund 25.000
Euro bei. Insgesamt wurden damit in nur einem Jahr bereits
38 grenzüberschreitende Projekte mit einem Gesamtvolumen
von rund 12,6 Millionen Euro, davon allein ca 3,8 Millionen EU-Mittel bewilligt. Dies ist nach Ansicht von
Landeshauptmann Sausgruber ein eindrucksvoller Beweis für
die Attraktivität des Interreg-Programms "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein".

LH Sausgruber: Ausgewogene Entwicklung in den Grenzgebieten

"Das Netz der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wird
durch das Interreg-Programm immer enger", so Sausgruber
weiter. Und: "Entsprechend seinem Ziel leistet es einen
wichtigen Beitrag zu einer ausgewogenen wirtschaftlichen,
sozialen, kulturellen und ökologischen Entwicklung in den Grenzgebieten". Zugleich wies der Vorarlberger
Landeshauptmann darauf hin, "dass die EU-Kommission aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung 17,5 Millionen
Euro und der Schweizer Bund 3,1 Millionen Euro dem
Programmgebiet 'Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein' zur
Verfügung stellen."

Drei Förderschwerpunkte

Thematisch konzentriert sich das Interreg IIIA-Programm "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein" auf drei Förderschwerpunkte "Wirtschaftliche Entwicklung", "Umwelt- und
Raumentwicklung", Soziokulturelle Entwicklung" mit jeweils
eigenen Maßnahmen.

-Der Schwerpunkt "Wirtschaftliche Entwicklung" sieht
Projekte in den Bereichen "Standortmanagement",
"Förderungen von kleinen und mittleren Unternehmen", "Dienstleistungen und Tourismus" sowie "Land- und
Waldwirtschaft" vor.

-Der Schwerpunkt "Umwelt- und Raumentwicklung"
untergliedert sich in "Umwelt- und Naturschutz",
"Raumordnung, Siedlungs- und Freiraumentwicklung" sowie
"Technische Infrastruktur".

-Der Schwerpunkt "Soziokulturelle Entwicklung" enthält
"Bildung, Forschung und Entwicklung", "Gesundheit und
Soziales", "Kultur und Sport" sowie "Vernetzung und Bewusstseinsbildung".

Fördergebiet

Zum Fördergebiet gehören auf deutscher Seite der
Bodenseekreis, die kreisfreie Stadt Kempten, die Landkreise Konstanz, Lindau, Oberallgäu, und Ravensburg, der Schwarzwald-Baar-Kreis, sowie die Landkreise Sigmaringen,
Tuttlingen und Waldshut. Österreich ist durch das Land
Vorarlberg beteiligt. Zum Programmgebiet gehören ferner das Fürstentum Liechtenstein und in der Schweiz die Kantone
Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden,
Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und
Zürich.

Ansprechpartner und weitere Infos zu den Projekten

Förderanträge können sowohl von privaten Personen oder Institutionen als auch von juristischen Personen oder
öffentlichen Trägern bei den zuständigen nationalen Netzwerkstellen gestellt werden. Ansprechpartner in
Vorarlberg ist das Amt der Vorarlberger Landesregierung,
Elisabeth Stefani, Römerstraße 15, A-6900 Bregenz, Telefon 05574/511-20312, Telefax –20295, E-Mail: land@vorarlberg.at (ug,nvl)

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