"profil": Randa kritisiert Haftungen der öffentlichen Hand für Banken

Bank-Austria-Chef fordert Wegfall von Ausfallshaftungen für Sparkassen und Hypo-Banken - verzerren den Wettbewerb

Wien (OTS) - In einem Interview in der Freitag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" fordert Gerhard Randa, Vorstandsvorsitzender der Bank Austria Creditanstalt, die Streichung von Ausfallshaftungen für Sparkassen und Landes-Hypothekenbanken. "Mit entsprechenden Übergangsfristen zwar, aber sie gehören weg", erklärt der Bank-Austria-Chef.

Laut Randa würden die öffentlichen Haftungen den Wettbewerb verzerren. Er gebe zu, so Randa im "profil"-Interview, dass er in der Frage "vom Saulus zum Paulus" geworden sei. Immerhin hat die Bank Austria Creditanstalt vor der Übernahme durch die HypoVereinsbank ebenfalls über eine Haftung der Gemeinde Wien verfügt, und er habe dieses System der öffentlichen Haftungen "viele Jahre verteidigt". Doch mittlerweile sei er zur Überzeugung gelangt, dass Haftungen der öffentlichen Hand für Kommerzbanken nicht mehr zeitgemäß seien. Randa: "Eine kleine Sparkasse, die 1905 unter der Haftung einer Kommune gegründet wird, ist etwas anderes als eine 160-Milliarden-Euro-Bank, die weltweit Geschäfte macht."

Zur Bankenkrise in Deutschland meint Randa, Österreich sei mit der Konsolidierung der Branche "weiter als die Deutschen". Allerdings habe es in Deutschland heuer mehr Großinsolvenzen als in Österreich gegeben. Randa: "Wir haben Schwein gehabt."

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